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Landtag, 13. Sitzung vom 26.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 5 von 111

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke schön. - Die 2. Zusatzfrage wird von Herrn Abg. Schmid gestellt. - Bitte.

 

9.15.52

Abg. Roman Schmid (FPÖ): Guten Morgen, Herr Landesrat!

 

Die Bewirtschaftungsverträge für die landwirtschaftliche Nutzung wurden ja auch nur befristet erteilt, auch, um sicherzustellen, dass man regelmäßig evaluieren kann. Zu welchen Ergebnissen in Hinblick auf die landwirtschaftliche Nutzung ist man da gekommen? Also auch, wenn es jetzt vielleicht positive Auswirkungen gibt.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Herr Landesrat, bitte.

 

Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Ich habe schon kurz erwähnt, dass wir mit dem Projekt ein sehr, sehr umfassendes, auch wissenschaftlich begleitetes Projekt gemacht haben oder machen, mit AgriNatur, eben in unserer eigenen Verantwortung als biologischer Landwirtschaftsbetrieb, der da auch weit über Wien hinaus Leitbetrieb sein möchte. Das an sich sind positive Erfahrungen, aber wir sehen natürlich auch, dass durch das Zunehmen der Klimakrise Landwirtschaft generell auch wasserintensiver wird. Und nachdem dort, wie Sie wissen, Erdäpfel wachsen, wissen wir, so wie jeder andere Erdäpfelbauer in Österreich auch, dass dafür viel Wasser gebraucht wird. Wenn Sie mich fragen, ist es daher auch eine offene Frage, der wir begegnen müssen, ob wir das dort so weitermachen können.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke schön. - Die 3. Zusatzfrage wird von Frau Abg. Olischar gestellt. - Bitte sehr.

 

9.17.14

Abg. Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP): Guten Morgen, Herr Landesrat!

 

Ihre Antwort hat mich jetzt ein bisschen zum Umdenken gebracht, ich hätte eigentlich ursprünglich eine andere Frage geplant. Sie haben jetzt davon gesprochen, dass die Landwirtschaft in ihren Facetten natürlich unterschiedliche Intensität von Wasserverbrauch mit sich bringt. Was würde das denn auch generell für Wien im Gesamten bedeuten? Können Sie sich vorstellen, dass gewisse Bewirtschaftungsformen dann eher untersagt werden - im weitesten Sinne -, oder welche Auswirkungen hat diese Herausforderung auch auf die strategische Ausrichtung der Stadt, was das Betreiben von Landwirtschaft bedeutet?

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Herr Landesrat, bitte.

 

Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Jedenfalls kann ich sagen, dass ein Untersagen von bestimmtem Anbau - außer den bestehenden Rahmenbedingungen, Pestizideinsatz und so weiter und so fort, Gentechnik et cetera - nicht angedacht ist. Was aber nicht nur angedacht, sondern gängige Praxis ist, ist, dass wir sehr, sehr eng in Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer, aber auch mit den Landwirtinnen und Landwirten sind, um immer auch gemeinsam an einer bestmöglichen Weiterentwicklung, den Rahmenbedingungen entsprechend, zu arbeiten. Da ist vor allen Dingen sparsamer Einsatz von Wasser etwas, dass sich massiv weiterentwickelt und wo es auch sehr viele innovatorische Betriebe gibt, die da mit neuen Formen der Bewässerung, der Besprühung von Pflanzen et cetera arbeiten und da sehr viel schon gemacht haben, um Wasser zu sparen. Es ist eine wichtige Ressource.

 

Man kann aber auf der anderen Seite dazusagen, dass wir in Wien in einer verhältnismäßig glücklichen Situation sind, weil wir die Wasserversorgung nicht nur sehr langfristig gesichert haben, sondern auch weiter ausbauen. Das betrifft natürlich auch die Landwirtinnen und Landwirte, die Winzerinnen und Winzer, und es betrifft sie positiv.

 

Aber ja, zu Recht hat nicht nur meine Antwort dich zum Umdenken gebracht, sondern das ganze Thema muss uns alle laufend zum Umdenken bringen und dazu, dass wir hier sehr eng zusammenarbeiten. Wir tun das, wir tun das auch über die Gebietskörperschaften hinweg mit dem Landwirtschaftsministerium, aber selbstverständlich in Wien in einer engen Partnerschaft mit den Landwirtinnen und Landwirten und auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir können dazu gerne weiter im Austausch bleiben.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke für die Beantwortung der 1. Anfrage.

 

9.19.03

†Lhptm-Stv.in Barbara Novak, MA - Frage|

Die 2. Anfrage (FSP-697072-2026-KFP/LM) von Herrn Abg. Stumpf wurde zurückgezogen.

 

Damit komme ich bereits zur 3. Anfrage (FSP-863483-2026-KSP/LM). Diese wurde von Frau Abg. Seidl gestellt und ist an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales gerichtet. (Sehr geehrte Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin! Wie positioniert sich das Land Wien im Rahmen der Programme der europäischen Kohäsionspolitik und der europäischen territorialen Zusammenarbeit (Interreg), um Beschäftigung, regionale Entwicklung und nachhaltiges Wachstum in Wien zu fördern?)

 

Frau Vizebürgermeisterin, schönen guten Morgen, und ich bitte um Beantwortung.

 

Lhptm-Stv.in Barbara Novak, MA: Einen wunderschönen guten Morgen, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete!

 

Liebe Frau Abgeordnete, Sie haben mich nach der Europäischen Kohäsionspolitik gefragt und danach, wie das Land Wien sich dazu einerseits im Rahmen der aktuellen Debatte positioniert, aber auch grundsätzlich, wie wir die Projekte aus der Kohäsionspolitik der Europäischen Union einsetzen. Ich danke Ihnen sehr für diese Frage, wir haben heute dazu auch einen Schwerpunkt im Wiener Landtag. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass das Land Wien diese Form der Kohäsionspolitik, aber vor allem auch des dazugehörenden Förderregimes sehr, sehr aktiv nutzt, so wie wir uns grundsätzlich auch als Land Wien strategisch als Ort verstehen, wo wir insbesondere die europäische Zusammenarbeit sehr fördern, Projekte der europäischen Zusammenarbeit und auch die Gestaltungsspielräume, die sich daraus ergeben, unterstützen und aktiv daran teilnehmen. Wir sehen uns als Land, das im Rahmen der Europäischen Union und dieser politischen Maßnahmen profitiert, im Bereich der regionalen Entwicklung, der Stadtentwicklung, der

 

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