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Landtag, 11. Sitzung vom 28.04.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 15 von 29

 

Lhptm-Stv.in Barbara Novak, MA: Vielen herzlichen Dank. Ich würde sagen: Vienna Calling. Ich möchte mich vor allem dem Dank, den Sie ausgesprochen haben für unseren Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner und seinem ganzen Team gerne anschließen. Tatsächlich ist da jeden Tag sehr intensive Arbeit dahinter, um diese Erfolge einzufahren. Denn ja, es ist nicht selbstgegeben, sondern es muss stetig daran gearbeitet werden.

 

In dem Zusammenhang, glaube ich, ist es wichtig, die Institutionen, die wir uns an Instrumenten geschaffen haben, wie zum Beispiel das Meeting Destination Büro, das sich organisatorisch darum kümmert, gezielt Kongresse und Messen nach Wien zu holen, das in der Akquise, in der Koordination, in der Kooperation tätig ist, zukünftig gut auszustatten und zu stärken.

 

Wir sehen, dass 2025 ein großartiges Messejahr war, dadurch auch sehr, sehr viele Arbeitsplätze geschaffen werden und eine hohe Wertschöpfung lukriert wird. Man darf auch nicht vergessen, dass KongresstouristInnen im Durchschnitt 560 EUR pro Person am Tag ausgeben, während - ich sage jetzt einmal - normale TouristInnen 360 EUR ausgeben. Also wir sehen da einfach auch, dass die Wertschöpfung durch KongresstouristInnen wesentlich höher ist. Auch das wollen wir natürlich im Auge behalten. Das ist auch eine Frage von Qualitätstourismus, der zu unterstützen ist.

 

Was werden wir daher weiter machen, um diese Pole-Position zu halten? - Wie gesagt, einerseits die Institutionen, die wir haben, gut ausstatten - personell, aber auch ressourcentechnisch. Andererseits ist es mir ein großes Anliegen, dass die Messe- und vor allem Kongressdestinationen, die wir in Wien haben, die ja nicht alle im Eigentum der Stadt stehen - im Eigentum der Stadt steht vor allem die Messe Wien, aber es gibt natürlich weitere wie das Austria Center oder auch die Hofburg -, in der Kommunikation und Kooperation noch viel enger zusammengeschweißt werden. Da, glaube ich, ist ein bisschen Luft nach oben, dass man da auch gemeinsam an einer Strategie und an einem Strang zieht, weil wir gemeinsam das Ziel haben, hohe Auslastungen in den Destinationen zu haben.

 

Andererseits glaube ich, sollten wir uns auch empirisch ganz genau ansehen, was die Infrastruktur der nächsten Jahre und Jahrzehnte sein wird für dieses Segment, um zu sehen, in welchen Größenordnungen und mit welchen Qualitäten wir rechnen können, insbesondere auch zu schauen, welche technischen Ausstattungen braucht es, um das Niveau zu halten und auch voranzuspielen. Messe und Kongresse sind ja nicht mehr ganz so wie ein Landesparteitag, sondern wirklich Entertainmentveranstaltungen, also sehr hybrid. Es braucht also auch ein hohes technisches Ausstattungsniveau, das auch in die Umsetzung zu bringen ist, wo zu schauen ist, was es hier an Infrastrukturen in den nächsten Jahren brauchen wird, um einen ganz klaren Fokus auf gute Messe- und Kongressausstattung zu legen.

 

An dieser Stelle ein hoffentlich gemeinsamer Appell an den Bund: Wir brauchen ganz dringend die Redoutensäle wieder in unserer Verfügbarkeit der Stadt, also in Summe für die Kongresse. Die fehlen uns jetzt gerade am Markt einfach sehr. Ich hoffe, dass es bald zu einer Renovierung kommt, damit wir dort auch wieder Veranstaltungen anbieten können, vor allem die Galadiners für die internationalen Konferenzen.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke für die Beantwortung. - Ich darf auf der Besuchergalerie recht herzlich Studierende der Universität Wien der Fachrichtung Politikwissenschaft begrüßen. Herzlich willkommen hier im Wiener Landtag! (Allgemeiner Beifall.)

 

Wir sind mitten in der Fragestunde und die 3. Zusatzfrage wird gestellt von Herrn Abg. Guggenbichler. - Bitte.

 

10.16.17

Abg. Ing. Udo Guggenbichler, MSc (FPÖ): Guten Morgen, Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin! Ein bisschen überrascht war ich schon über die Frage von der Kollegin der ÖVP. Wenn eine christlich-soziale Partei sonntags die Menschen nicht mehr zum sonntäglichen Kirchgang gehen lassen will, ist das für mich eher unverständlich. Sie haben das eh kurz angesprochen, dass es auch religiöse Hintergründe gibt. (Zwischenruf von Abg. Harald Zierfuß.) Ich bin sehr froh, dass die Sozialdemokratie in diesem Fall auch für die Sonntagsruhe der Arbeitnehmer steht, das darf ich einmal vorangeben.

 

Weil Sie das gerade angesprochen haben, was die Redoutensäle betrifft - gestern hatte ich lustigerweise ein Gespräch diesbezüglich. Es gibt eine große Mär, dass das in der Verantwortung des Parlaments liegt, aber es liegt in der Verantwortung der Burghauptmannschaft. Ich habe eine Frage bezüglich ihrer Wichtigkeit. Es geht, glaube ich, um 20 Millionen weniger Wertschöpfung im Jahr, nur weil diese Säle nicht offen sind, habe ich die Information bekommen. Ich habe gestern mit dem Hofburg-Direktor darüber gesprochen. Werden Sie sich beim Finanzminister Marterbauer einsetzen, dass das Wirtschaftsministerium im Rahmen der Burghauptmannschaft das Budget kriegt, diese Redoutensäle zu renovieren, damit wir wieder ein tolles Kongresswesen in Wien bekommen?

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Bitte um Beantwortung.

 

Lhptm-Stv.in Barbara Novak, MA: Beim Finanzminister, beim Wirtschaftsminister, bei der Burghauptmannschaft, bei allen, allen, allen, die hier einen positiven Beitrag leisten können. (Beifall bei der SPÖ und von Abg. Dipl.-Ing. Selma Arapović.)

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke für die Beantwortung, Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin. - Die Fragestunde ist somit beendet.

 

10.17.53Wir kommen nun zur Aktuellen Stunde. Der Grüne Klub im Rathaus hat eine Aktuelle Stunde mit dem Thema "Mehr einzahlen - weniger erhalten: Zweckwidmung der Mehreinnahmen aus dem Wohnbauförderungsbeitragstarif sicherstellen" verlangt. Das Verlangen wurde gemäß § 39 Abs. 2 der Geschäftsordnung ordnungsgemäß beantragt.

 

Ich bitte den Erstredner, Herrn StR Peter Kraus, die Aktuelle Stunde zu eröffnen, wobei ich bemerke, dass seine Redezeit mit zehn Minuten begrenzt ist. - Bitte.

 

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