Landtag, 10. Sitzung vom 24.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 25 von 64
Frauenhauses, wir haben ein Frauenzentrum eröffnet, wir haben die größte Frauenbefragung in dieser Stadt gemacht, "Wien, wie sie will", wir haben ein Frauengesundheitszentrum eröffnet, und es gibt eine Kompetenzstelle gegen Cybergewalt - um, wie gesagt, nur ein paar Highlights nennen zu dürfen.
Die letzten Tage und Wochen, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben uns aber eines ganz besonders gezeigt: Gewalt jeglicher Art gegen Frauen ist ganz sicher kein Einzelfall, und es ist auch kein Missverständnis, es ist ganz sicher keine Beziehungstat und schon gar keine Privatsache. Deshalb sage ich jetzt an dieser Stelle, und das ist mir in meiner letzten Rede erlaubt: Es reicht! Es reicht ... (Allgemeiner Beifall.)
Es reicht mit dieser Relativierung, mit dieser Normalisierung der Gewalt. Es reicht mit den Ausreden: Es gibt immer zwei Seiten, man muss immer beide Seiten betrachten, ich habe Dämonen, einen Fetisch, was auch immer ... Es reicht damit, betroffenen Frauen, die den Mut haben, an die Öffentlichkeit zu gehen, nicht zu glauben, sie zu hinterfragen, aber die Täter zu schützen. (Allgemeiner Beifall.)
Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, und es braucht uns alle, meine sehr geehrten Damen und Herren, damit das endlich aufhört, und ich verlasse mich da auf Sie.
Alle Projekte, alle Maßnahmen, alle Ideen waren nur möglich, weil mich viele, viele großartige Menschen unterstützt haben. Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Abteilungen, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, alle Abteilungsleiterinnen, Abteilungsleiter, Herr Magistratsdirektor, danke auch dir für die Zusammenarbeit. Ich kann dir sagen, du kannst beruhigt sein, so viel Kompetenz, so viel Fleiß, so viel Leidenschaft, so viel Verlässlichkeit ist definitiv beeindruckend, und ich habe vor allem immer unseren offenen Austausch sehr geschätzt.
Ich erinnere mich aber ehrlich gesagt auch noch sehr gut an den Mai 2018, als ich das erste Mal in mein neues Büro kam, voller Tatendrang, höchst motiviert, ins schönste Ressort, das es überhaupt gibt, aber ganz ehrlich auch mit nicht so viel Ahnung, wie es dort tagtäglich läuft. Zum Glück hatte ich von Anfang an ein tolles Team, dass im Laufe der acht Jahre immer wieder gewachsen ist und sich verändert hat. Wir haben gemeinsam Projekte gerockt, wir hatten Probleme, haben aber immer wieder Lösungen gefunden, manchmal kreativ, manchmal pragmatisch, und eines habe ich immer ganz besonders zu schätzen gewusst in meinem Büro: Wir haben nie nur nebeneinander, sondern immer miteinander gearbeitet. Das heißt, wir waren nicht nur KollegInnen, sondern wirklich ein Team. Ein Team mit Kompetenz, mit ganz viel Herz … (Die Rednerin ringt kurz mit der Fassung.) - Es geht schon los. (Allgemeine Heiterkeit.) - Ein Team, das auch weiß, dass so eine Zusammenarbeit nicht nur daraus besteht, dass man Aufgaben verteilt und die dann abarbeitet, sondern dass man wirklich mit Respekt und Vertrauen und Ehrlichkeit miteinander arbeitet. Ich kann euch gar nicht genug danken. (Anhaltender allgemeiner Beifall. - Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky bringt der Rednerin ein Glas Wasser, das sie dankend annimmt. - Lhptm Dr. Michael Ludwig bringt der gerührten Rednerin ein Taschentuch, mit dem sie sich, sich bedankend, die Augen trocknet. Anschließend applaudiert die Rednerin in Richtung der Besuchergalerie.)
Ich habe aber nicht nur wichtige Projekte umsetzen dürfen, ich habe auch ganz, ganz viele besondere Menschen kennenlernen dürfen, egal ob bei Spatenstichen, Gleichenfeiern, Schlüsselübergaben, im Gemeindebau, im geförderten Wohnbau, aber auch die vielen tollen Menschen, die in den Vereinen arbeiten, die sich mit Leidenschaft um die Angelegenheiten von Mädchen und Frauen kümmern. Ich habe vor allem auch in dieser Stadtregierung mit großartigen Menschen zusammenarbeiten dürfen. Auch hier nur ein paar Beispiele: "Raus aus Gas", Kreislaufwirtschaft, arbeitsmarktpolitische Frauenprojekte beim waff, Frauengesundheit, Rote Box, Kunst am Bau, Kreative Räume, "Respekt: Gemeinsam stärker" und so weiter und so weiter.
Lieber Michi, liebe Barbara, liebe Ulli, liebe Veronica, lieber Jürgen, lieber Peter, liebe Bettina (in Richtung des Landeshauptmannes sowie der Amtsführenden Stadträtinnen und Stadträte), vielen, vielen, vielen Dank für einfach alles! Es war eine unglaublich große Ehre, mit euch gemeinsam in dieser Stadt gestalten zu dürfen, und ich wünsche euch von Herzen weiterhin ganz, ganz, ganz viel Erfolg, viel Zusammenhalt, damit ihr noch weiterhin so gut für die Wienerinnen und Wiener arbeitet, und vor allem auch viel Freude bei eurer Arbeit. (Beifall bei SPÖ, NEOS, GRÜNEN und von Abg. Harald Zierfuß.)
Ein großes Dankeschön geht aber an Sie alle, meine sehr geehrten Damen und Herren, an den SPÖ-Klub, lieber Joe, danke dir und deinem Team für die stete Unterstützung. Danke an jedes einzelne Mitglied in meinem Wohnbau- und Frauenausschuss, ganz besonders natürlich meiner Ausschussvorsitzenden und ihrer Stellvertreterin, liebe Waltraud, liebe Martina (in Richtung der Abg. Waltraud Karner-Kremser, MAS und Abg. Martina Ludwig-Faymann), es war immer schön, mit euch zu arbeiten. Es war immer schön zu diskutieren, sich politisch auszutauschen, aber es war vor allem eines für mich: sehr, sehr beruhigend, euch an meiner Seite zu haben, und das werde ich euch definitiv nie vergessen.
Danke auch, liebe Selma, liebe Dolores (in Richtung der Abg. Dipl.-Ing. Selma Arapović und Abg. Mag. Dolores Bakos, BA), für die wirklich gute Zusammenarbeit. Ihr seid zwei großartige Frauen. Mir war es in meiner Arbeit immer sehr wichtig, von Anfang an wertschätzend und respektvoll miteinander zu leben, auch wenn es politische Unterschiedlichkeiten gibt, und ich hoffe sehr, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, ich habe das auch immer spürbar machen können, das wäre mir sehr wichtig. (Allgemeiner Beifall.)
Mein Herz war und ist aber auch immer ganz stark mit der SPÖ-Favoriten verbunden … (Die Rednerin ringt neuerlich mit der Fassung und zeigt dann auf einen Gegenstand in ihrer Hand.) - so wirklich helfen tut das
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