Landtag, 10. Sitzung vom 24.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 26 von 64
nicht, Marina (in Richtung der Abg. Marina Hanke, BA - Heiterkeit bei der Rednerin und der SPÖ.) -, meiner politischen Heimat, seit ich ein Kind bin. Diese Verbundenheit wird auch ganz, ganz sicher für immer bleiben, denn nur dank der SPÖ-Favoriten und ihrer Unterstützung war mir vieles möglich. Liebe Martina, liebe Kerstin, lieber Marcus, lieber Sascha, liebe Nik und lieber Konsti (in Richtung der SPÖ), es ist einfach einzigartig, wenn man in seinem Job Freunde findet! (Allgemeiner Beifall.)
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so nervös war bei einer Rede, das muss ich zugeben. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Am allermeisten danke ich natürlich meiner Familie (Die Rednerin hält kurz inne, ringt mit der Fassung.), meinem Vater, der stets mein politisches Vorbild war, ganz besonders meinem Mann und meiner Tochter. Ohne eure Liebe, euer Verständnis wäre das so nicht gegangen. Danke! (Allgemeiner Beifall.)
Bei meiner Angelobung zur Gemeinderätin war Sophie ein Monat alt, sie ist ebenfalls auf der Galerie. Heute ist sie zwanzig, eine junge Frau, und ich bin unglaublich stolz auf dich, und ich habe mich zum Glück in diesen zwanzig Jahren ja eigentlich kaum verändert, das ist mein großes Glück. (Heiterkeit bei der Rednerin und der SPÖ.)
Also noch einmal vielen, vielen Dank für diese besondere Reise, für diese vielen besonderen Momente und Begegnungen. Es war mir eine riesengroße Ehre und Freude, für die Wienerinnen und Wiener mit Ihnen gemeinsam arbeiten zu dürfen. Vielen, vielen Dank! (Anhaltender allgemeiner Beifall. - Lhptm Dr. Michael Ludwig geht zur Rednerin und umarmt sie.)
Präsident Ing. Christian Meidlinger: Zu Wort gemeldet ist die Frau Abg. Keri. - Bitte, Sie sind am Wort.
Abg. Sabine Keri (ÖVP): Eigentlich war ausgemacht, dass wir heute nicht weinen. Ich kann alles unterstützen, was du frauenpolitisch gesagt hast und deswegen kann ich jetzt auch wieder gehen. Aber nein, ich nehme mir die Zeit. (Lhptm-Stv.in Kathrin Gaál: Gut so.) Liebe Frau Stadträtin, liebe Frau Landesrätin, liebe Frau Vizebürgermeisterin, liebe Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin, liebe Kathrin!
Zuerst möchte ich mich bei meinem Klubobmann und auch bei meinem Wohnbausprecher dafür bedanken, dass ich die Abschiedsworte sprechen darf. Es wird dich nicht verwundern, dass ich ausschließlich über Frauenpolitik spreche, denn das hat uns immer verbunden. Es gehört viel mehr über Frauenpolitik gesprochen.
Es haben, als du 2018 Wohnbaustadträtin geworden bist und dann auch noch die Frauenagenden bekommen hast, ja die ersten Zweifler gesagt, wie geht sich das aus? - Die Frauenagenden waren ja immer in Bildung und Familie angebunden. Wie wird sie diesen Spagat schaffen? - Du hast relativ schnell mit einer Enquete geantwortet und auch im Rahmen dieser Enquete eine Wohnbauform präsentiert, nämlich den Wohnbau für alleinerziehende Frauen. Das war natürlich nicht nur eine frauenpolitische Meisterleistung, sondern in Wirklichkeit auch ein soziales Glanzstück.
Die Art, wie du Politik machst, besonders auch Frauenpolitik machst, ist schon einzigartig, denn du hast uns als Oppositionsparteien immer eingebunden. Dadurch wurden natürlich unsere Reden sanfter, dadurch wurden auch die Zwischenrufe von der Martina Ludwig-Faymann etwas leiser, und wir haben eins geschafft: Wir haben wirklich gemeinsam Projekte umsetzen können, und das, muss ich ganz offen sagen, erleben wir nicht oft in der Opposition. Vielen Dank dafür! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und GRÜNEN.)
Mit deiner Umfrage "Wien, wie sie will" hast du in mir eine große Kritikerin gehabt, weil ich immer gesagt habe, das ist sicher ein Marketing-Gag und so weiter. Aber du hast mich eines Besseren belehrt. Es war wirklich ein Arbeitsprogramm für dich, das haben wir auch gesehen, wie du das immer Stück für Stück abgearbeitet hast. Es sind aber noch einige Punkte offen, und ich hoffe, dass deine Nachfolgerin sich dieses Arbeitsprogrammes annimmt, vielleicht auch ein bisschen aktualisiert, und dann sozusagen wirklich auch genauso tatkräftig Frauenpolitik macht, wie du sie gemacht hast, auch mit dieser Leidenschaft.
In einem Interview hast du einmal erzählt, dass dein Vater so große Fußstapfen hinterlässt, da versuchst du gar nicht erst hineinzusteigen. Ich kann dir sagen, dass du in der Frauenpolitik definitiv deine eigenen großen Fußstapfen hinterlässt. Du weinst jetzt bitte nicht - danke. (Allgemeine Heiterkeit.) Es wird wirklich schwer, diese auszufüllen.
Egal wann und worüber wir debattiert, diskutiert, verhandelt haben, deine Familie war immer Thema. Es war beim Wohnfonds Weihnachtsempfang, die letzte Weihnachtssitzung - oder war es die Weihnachtssitzung, deine Tochter hat, glaube ich, maturiert? - Jedenfalls das hast du dann erzählt, ich darf das jetzt verraten (in Richtung der Besuchergalerie), deine Mama war, glaube ich, ähnlich nervös wie du, aber sehr stolz. Da hast du uns immer so ein bisschen teilhaben lassen.
Wir haben uns überlegt, was wir dir zum Abschied schenken. Wir haben beim letzten Termin, wo ich mit der Landwirtschaftskammer aus Wien bei dir war, darüber gesprochen, dass du Boskoop-Äpfel so gernhast, und du hast uns auch erzählt, dass die Obstbäume ein bisschen eingegangen sind in eurem Garten. Dann haben wir uns gedacht, das ist ja ein Familiengeschenk, das auch vielleicht deinen Papa erfreut, die Männer tragen ihn … (Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und GRÜNEN. - Abg. Lorenz Mayer und Abg. Harald Zierfuß tragen einen Obstbaum in den Saal und stellen ihn neben dem Rednerpult ab.) Damit du deine eigenen Boskoop-Äpfel hast! Und nein, wir wollen dir keinen Baum aufstellen, sondern wir schenken ihn dir, sozusagen, dass du immer ein bisschen an deine Zeit und an deine Arbeit mit uns als Opposition zurückdenkst. Zarte Blühten trägt er schon, also pass gut auf ihn auf.
Liebe Kathrin, es bleibt mir, dir alles Gute zu wünschen, auch im Namen meiner gesamten Fraktion. Es bleibt mir zu sagen, nimm dir Zeit für dich. Ich darf jetzt schon sagen, nachdem du kundgetan hast, dass du gehst, war meine erste Kontaktaufnahme zu Martina (in Richtung der Abg. Martina Ludwig-Faymann) und ich habe gesagt: Ist das jetzt ihr ernst? - Wir waren beide
Stadt Wien | Geschäftsstelle Landtag, Gemeinderat, Landesregierung und Stadtsenat (Magistratsdirektion)
Kontaktformular