Landtag, 10. Sitzung vom 24.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 24 von 64
sonders hervorzuheben ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die in Wien aktiv gefördert wird. Komplexe Probleme unserer Zeit wie der Klimawandel, die Digitalisierung oder die Gesundheitsversorgung lassen sich nicht innerhalb einzelner Fachbereiche lösen. In Wien arbeiten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um innovative Ansätze zu entwickeln. Diese Vernetzung schafft ein kreatives Umfeld, in dem neue Ideen entstehen können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Wien bietet ein dynamisches Umfeld für Start-ups und innovative Unternehmen, die von der Nähe zu Forschungseinrichtungen profitieren. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Unternehmen Boehringer Ingelheim, das in Wien eine bedeutende Rolle im Bereich biopharmazeutische Forschung spielt. Dort werden innovative Medikamente entwickelt, die weltweit zu Verbesserungen der Gesundheit beitragen. Solche Unternehmungen zeigen eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.
Doch der Wissenschaftsstandort Wien wird nicht nur von Institutionen und Unternehmen geprägt, sondern auch von herausragenden Persönlichkeiten. Ein besonders bedeutendes Beispiel der letzten Vergangenheit war der Quantenphysiker Anton Zeilinger, Nobelpreisträger und einer der weltweit führenden Köpfe im Bereich der Quantenphysik. Seine Forschung hat unser Verständnis von Quantenverschränkung revolutioniert und Wien als Zentrum moderner Grundlagenforschung international sichtbar gemacht. Solche Persönlichkeiten inspirieren nicht nur die wissenschaftliche Gemeinschaft, sondern auch die nächste Generation von Forscherinnen und Forschern.
Auch die Lebensqualität spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg Wiens als Wissenschaftsstandort. Die Stadt zählt regelmäßig zu den lebenswertesten Städten der Welt, diese hohe Lebensqualität zieht Talente aus aller Welt an und sorgt dafür, dass sie gerne bleiben.
Nicht zuletzt ist auch die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ein zentraler Bestandteil der Wiener Wissenschaftspolitik. Junge Talente, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden gezielt unterstützt und erhalten die Möglichkeit, eigene Projekte zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass Wien auch in Zukunft ein führender Standort für Forschung und Innovation bleibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wien ist ein Ort, an dem Wissenschaft lebt; eine Stadt, in der Tradition geschätzt wird, aber gleichzeitig mutig in die Zukunft geschaut wird; eine Stadt, die Menschen aus aller Welt zusammenbringt, um gemeinsam an den Lösungen für die großen Fragen der Zukunft unserer Zeit zu arbeiten. - Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Präsident Ing. Christian Meidlinger: Die Aktuelle Stunde ist damit beendet.
Bevor wir zur Erledigung der Tagesordnung kommen, gebe ich gemäß § 15 Abs. 2 der Geschäftsordnung bekannt, dass von Landtagsabgeordneten des Grünen Klubs im Rathaus acht und des ÖVP-Klubs der Bundeshauptstadt Wien neun schriftliche Anfragen eingelangt sind. Vor Sitzungsbeginn sind von Landtagsabgeordneten des Grünen Klubs im Rathaus zwei Anträge eingelangt. Den Fraktionen wurden die Anträge schriftlich bekannt gegeben. Die Zuweisungen erfolgen wie beantragt.
Ich gebe noch bekannt, dass der Herr Abg. Gudenus ab 11.45 Uhr entschuldigt ist.
Postnummer 1 betrifft den 46. Bericht der Volksanwaltschaft 2024 an den Wiener Landtag. Ich möchte dazu recht herzlich begrüßen die Volksanwälte Bernhard Achitz, Christoph Luisser und Gaby Schwarz. Herzlich willkommen hier im Wiener Landtag. (Allgemeiner Beifall.)
Bevor wir beginnen, möchte ich auch noch Besuch auf der Galerie begrüßen. Recht herzlich willkommen eine Abordnung der SPÖ-Favoriten und des Büros der Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin! (Allgemeiner Beifall.)
Wir haben in der Präsidiale besprochen, dass wir diesen Tagesordnungspunkt auch dazu nutzen, dass sich unsere Frau Vizebürgermeisterin und Landeshauptmann-Stellvertreterin würdig verabschieden kann. Es ist Zeit für Taschentücher. Liebe Kathrin, liebe Frau Vizebürgermeisterin, du bist am Wort.
Lhptm-Stv.in Kathrin Gaál: Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Ich muss zugeben, es fällt mir heute nicht leicht, die richtigen Worte zu finden. Ein Abschied bedeutet halt immer auch, ein Kapitel zu schließen, und dieses Kapitel war definitiv ein ganz besonderes für mich.
Lieber Herr Bürgermeister, lieber Michi, vielen Dank für dein Vertrauen, vielen Dank, dass ich Teil deines Teams sein durfte. Du hast es mir ja von Anfang an gesagt und ein paar, die mich schon öfter gehört haben, kennen, was ich da jetzt erzähle. Du hast immer gesagt, das Wohnbauressort ist großartig, und rückblickend kann ich dir jetzt sagen, du hattest recht, wie immer natürlich, ganz klar. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich muss dir aber auch genauso sagen, lieber Michi, Frauenpolitik zu machen, ist mindestens genauso großartig. (Beifall bei SPÖ, NEOS, GRÜNE, ÖVP sowie von Abg. Ing. Udo Guggenbichler, MSc und Abg. Wolfgang Irschik.)
Die vergangenen acht Jahre in dieser Funktion waren unglaublich spannend, lehrreich, emotional, aber mitunter auch herausfordernd, und ich würde sehr gerne mit Ihnen diese acht Jahre Revue passieren lassen.
Ich habe auch eine PowerPoint-Präsentation vorbereitet. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Der Landtagspräsident hat gesagt, das geht nicht, weil die Volksanwälte heute auch noch sprechen wollen, deshalb habe ich das jetzt gelassen und würde nur ein paar Highlights mitnehmen: Flächenwidmungskategorie für geförderten Wohnbau, 50 Prozent SMART-Wohnungen im Neubau, Maßnahmen gegen die Kurzzeitvermietung, Altbautenschutz, Wohnbauoffensive, Programm Gemeindebau NEU, das Wohnmodell für Alleinerziehende und der Wohnbedarfsgrund für Alleinerziehende, die Eröffnung des fünften
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