Landtag, 10. Sitzung vom 24.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 23 von 64
und eigentlich hätte er damit den Lehrstuhl für utopische Illusionen machen können. Utopische Illusionen deswegen, weil alles, was Sie hier gesagt haben, so war wie beim Klimafahrplan. Da haben Sie gesagt, der Strom wird billiger. Und wir warten seit Jahren darauf, dass der Strom billiger wird. - Auch eine utopische Illusion, die Sie uns damals aufquatschen wollten.
Also, Herr Kollege Gara, bitte verwechseln Sie nicht den Wiener Landtag mit dem Lehrstuhl für utopische Illusionen. Das haben die Bürger, die Sie gewählt haben, nicht verdient. Das muss ich Ihnen ganz offen sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Wir hatten eine zweite Rednerin von den NEOS, die mir auch sehr gut gefallen hat, die gesagt hat, es gibt heuer einen Schwerpunkt im waff für Frauen. Ich habe mir angeschaut, was die nächste Veranstaltung im Juni ist, die der waff macht. Eine Lunch Lecture für Diversitymanagement in der Dimension von LGBTQ-irgendetwas in Wiener Unternehmen. Liebe Frau Kollegin von den NEOS, wenn Sie schon im waff sitzen, gel, dann sollten Sie sich wenigstens wirklich anschauen, was dort vor Ort passiert. Ich glaube nicht, dass diese Veranstaltungen, die dort passieren, ein Beitrag zum Innovationsstandort Wien sind, ein Beitrag zur Stärkung der Wissenschaft und der Talente in Wien.
Wenn Sie zuständig sind am Ende des Tages für die Volksschulen, am Ende des … (Abg. Thomas Weber: Ich glaube es schon.) - Herr Weber, Sie brauchen nicht hereinzusprechen, ich habe Ihren Zwischenruf früher gehört, Sie kommen heute noch dran, machen Sie sich keine Sorgen. (Beifall bei der FPÖ. - Zwischenruf bei den NEOS.)
Frau Kollegin, wenn Sie über Talente und Wissenschaft in Wien sprechen und sich die PISA-Studien der letzten Jahre anschauen, wo Sie zuständig sind, wenn wir in Wien, so wie es der Kollege Saurer angesprochen hat, 50 Prozent und mehr haben, die nicht einmal bewertet werden über die Jahre, wenn der Analphabetismus am Ende des Pflichtschulalters immer größer wird, dann werden Sie es am Ende des Tages nicht schaffen, Wissenschaft und Talente in dieser Stadt zu produzieren. Und da haben Sie die Verantwortung! (Zwischenrufe von Abg. Thomas Weber und Abg. Michael Stumpf, BA.)
Der Kollege Gara baut ein Gipfelkreuz auf, ohne dass er einen Berg hat. Bitte erschaffen Sie diesen Berg, schaffen Sie die Grundlagen dafür, dass wir Talente und Wissenschaft in dieser Stadt fördern können. (Beifall bei der FPÖ.)
Wenn wir es schon selber nicht zusammenbringen, dann müssen wir davon ausgehen, dass welche zuwandern. Das kennen wir - die Gehirnchirurgen von 2015, die haben wir alle miterlebt, die haben sich aber zu Machetenexperten entwickelt, das sind keine Gehirnchirurgen, und die werden auch nicht zu Wissenschaft und Talenten beitragen.
Und weil der Kollege Weber früher auf die Antwort der GRÜNEN, dass wir in Wien die schlechtesten Werte in den Schulen haben, gesagt hat: Ja, weil es eine Stadt ist - Herr Weber, Sie sind bei den NEOS, Sie sind verantwortlich. Warum haben wir die schlechteren Werte? - Wegen der zügellosen Zuwanderung und nicht deswegen, weil es eine Stadt ist!
Wenn Sie als Experte in diesem Bereich das bis jetzt immer noch nicht erkannt haben, dann ist es wirklich peinlich für Sie, und die NEOS haben auf diesem Gebiet vollkommen versagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Wenn wir es selber nicht schaffen, müssen wir schauen, dass wir Talente nach Wien bekommen. Aber was macht der Strippenzieher Ludwig, um Talente nach Wien zu bekommen? Was ist unsere Außenwirkung? - Wir haben in Wien Massenvergewaltigungen. Wir haben in Wien Analphabetismus. Wir haben in Wien Gebührenraub. Wir haben in Wien, wie die NEOS es gesagt haben, damals noch, als sie nicht in der Regierung waren, systemische Korruption. Wir haben die höchsten Energiepreise. Wir haben die höchsten Netzkosten. Wir haben die höchsten Mietpreise. Liebe Freunde, wir werden keine Experten aus dem Ausland heranziehen können für Innovation und Technologie in dieser Stadt, und selber schaffen es die NEOS nicht, sie auszubilden! (Beifall bei der FPÖ.)
Es ist eine Peinlichkeit, dass Sie das hier machen, und schade, dass die MD-Recht keinen Einhalt geboten hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Ing. Christian Meidlinger: Als Nächster zu Wort gemeldet ist der Herr Abg. Georg Niedermühlbichler, und ich erteile es ihm. - Bitte.
Abg. Georg Niedermühlbichler (SPÖ): Herr Präsident, Frau Landesrätinnen, Herr Landesrat, liebe Frauen-Landesrätin Kathrin Gaál - das letzte Mal, das ist fast ein bisschen emotional für mich!
Wien ist nicht nur eine Stadt mit großer Geschichte, beeindruckender Architektur und reicher Kultur, Wien ist auch ein bedeutender Wissenschaftsstandort von internationalem und europäischem Rang. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Stadt zu einem Zentrum für Forschung und Innovation entwickelt, das weit über die Grenzen Österreichs hinauswirkt. Ein entscheidender Faktor für diesen Erfolg ist die enge Verbindung zwischen Tradition und Fortschritt.
Wien kann auf eine lange, erfolgreiche wissenschaftliche Geschichte zurückblicken. Doch wir ruhen uns nicht auf diesen Erfolgen aus, vielmehr wird diese Tradition als Fundament genutzt, um neue Ideen zu entwickeln und die Zukunft aktiv zu gestalten. Ein zentraler Bestandteil des Wissenschaftsstandortes Wien sind seine Universitäten und Forschungseinrichtungen. Nahezu 200 000 Studierende und 55 000 Beschäftigte in Forschung und Entwicklung zeigen das eindrucksvoll. Übrigens: 55 Prozent aller Studierenden und bereits 41 Prozent der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung sind Frauen. Und, liebe Frauen-Stadträtin, das zeigt, dass Wien auch hier die Stadt der Frauen ist.
Wiens Universitäten und Forschungseinrichtungen bieten nicht nur exzellente Ausbildungsmöglichkeiten, sondern sind auch Orte, an denen neue Erkenntnisse entstehen. Studierende und Forschende aus aller Welt kommen nach Wien, um hier zu lernen und zu lehren. Diese internationale Ausrichtung macht Wien zu einem lebendigen und vielfältigen Wissenschaftszentrum. Be
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