Landtag, 10. Sitzung vom 24.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 13 von 64
mit den Anrainergemeinden zu schicken, um auch in diesem Teil des Nationalparks - der ist geografisch in Niederösterreich - ein Eislaufverbot zu diskutieren und durchzusetzen. In Wien gibt es dieses Eislaufverbot schon. Wir wissen, es wäre ein ganz wesentlicher Beitrag, um bei so einem Winter und so einer Situation eine maßgebliche Verbesserung herzustellen.
Präsident Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid: Danke schön, Herr Landesrat. - Die 2. Zusatzfrage kommt von der FPÖ. Ich ersuche Herrn Abg. Roman Schmid darum. So, da ist er.
Abg. Roman Schmid (FPÖ): Guten Morgen, Herr Landesrat! Unsere Ökosysteme werden zunehmend durch invasive und gebietsfremde Arten geschädigt. Auch in der Lobau sind solche invasiven Fischarten und Wasserpflanzen durchaus eine zunehmende Bedrohung für das ökologische Gleichgewicht, wie zum Beispiel die Grundel, die andere Fischarten verdrängt, oder der Große Algenfarn, der an der Wasseroberfläche dichte Teppiche bildet, oder die Kanadische Wasserpest, die sich unter der Wasseroberfläche sehr stark verbreitet. Manche dieser Arten sind bereits lange da und haben sich schon vor über 50 Jahren hier angesiedelt, wie zum Beispiel der Sonnenbarsch.
Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um solche invasiven Arten zurückzudrängen, um damit auch den ökologischen Zustand und die Lebensräume nicht nur in der Lobau wieder zu verbessern?
Präsident Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid: Danke schön. - Herr Landesrat, bitte.
Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Ja, das ist natürlich eine zentrale Herausforderung eines dynamischen Arten- und Naturschutzes und wird überall, nicht zuletzt beispielsweise im Gebiet des Güterbahnhofes Breitenlee, sehr zentral verfolgt, wo es eben darum geht, gegen Neophyten vorzugehen.
Bleiben wir bei der Lobau und bei den invasiven Arten, die Sie angesprochen haben! Ich habe vorhin bei dem, was ich zum Thema fischereirechtlicher Managementplan mitbekommen habe, schon irrsinnig viel weggelassen. Ich kann dazu - ich würde aber sagen: gerne später oder auch umfassend schriftlich - noch mehr mitgeben.
Ich kann Ihnen aber versichern: Es ist das maßgebliche Instrument, um diesem Thema auch gerecht zu werden und zu schauen, wie man die natürlichen Raub- und Friedfischarten, die es dort gibt, also Karpfen, Hecht, Schleie, Wels, Zander, Aal, Brachse, Barsch, Laube, Rotauge, Rotfeder und Schied - das sind die Lobauer Fischarten -, schützen und auf der anderen Seite die Ausweitung anderer Arten anhalten kann. Das ist ja auch der Grund, warum es Fischerei und Entnahmen braucht. Ich bin davon überzeugt - ich habe vorhin auch versucht, das ein bisschen auseinanderzusetzen -, dass wir hier ein sehr, sehr gutes Instrument an der Hand haben.
Präsident Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid: Danke schön, Herr Landesrat. Die 3. Zusatzfrage kommt von der ÖVP. Ich ersuche Frau Mag. Hungerländer. - Frau Abgeordnete, bitte.
Abg. Mag. Caroline Hungerländer, MSc (ÖVP): Guten Morgen, Herr Landesrat! Danke für Ihre Ausführungen. Wir begrüßen diese Strömungsmodellierung natürlich sehr und auch, dass das Land Wien die Dotation der Unteren Lobau jetzt aktiv angehen möchte. Das begrüßen und unterstützen wir sehr.
Mich interessiert, ob Sie vielleicht schon erste Eindrücke von dieser Modellierung haben, wie das aussehen könnte, oder warten wir tatsächlich, bis die Ergebnisse dann vorliegen? Ich glaube, sie sollten bis zum Ende des Jahres vorliegen.
Präsident Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid: Bitte, Herr Landesrat.
Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Ja, ich bitte um Verständnis - wir haben das Grundwasserströmungsmodell ja gemeinsam im Ausschuss beauftragt -, dass wir diese Ergebnisse abwarten müssen, weil sie für die weiteren Schritte sehr grundlegend sind. Ich erwarte das aber in den nächsten Monaten. Wir können dann natürlich auch gemeinsam darauf schauen.
Präsident Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid: Vielen herzlichen Dank. Damit ist die 4. Anfrage beendet.
Wir kommen zur 5. und letzten Anfrage (FSP-436545-2026-KFP/LM). Sie wurde von Herrn Abg. Brucker gestellt und ist an den Herrn Amtsführenden Stadtrat der Geschäftsgruppe Soziales, Gesundheit und Sport gerichtet. In seiner Vertretung wird aber Frau Landesrätin Barbara Novak die Anfrage beantworten. (Berichte aus den Wiener Pensionistenheimen informieren über die Unterbringung einer Vielzahl an Flüchtlingen an diversen Standorten. Wie viele Flüchtlinge welcher Staatsbürgerschaft sind im Rahmen der Grundversorgung aktuell in den Pensionistenwohnheimen der Stadt Wien untergebracht?)
Ich bitte, liebe Frau Landesrätin.
Amtsf. StRin Barbara Novak, MA: Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Abgeordneter! Ich darf wie schon erwähnt in Vertretung des Kollegen Hacker antworten und bitte daher jetzt schon um Verständnis, bei den Zusatzfragen wahrscheinlich nicht sehr ausführlich antworten zu können, weil das tatsächlich schon einen sehr spezifischen Teil aus der Geschäftsgruppe des Kollegen Hacker betrifft.
Sie haben mich gefragt, wie viele Flüchtlinge an Standorten des KWP beziehungsweise in den Wiener Pensionistenheimen untergebracht sind. Ich kann Ihnen dazu sehr gerne folgende Antwort geben und berichten, wie sich das entwickelt hat. Ein bisschen weiß ich tatsächlich noch, nachdem ich selbst - so wie ja alle Fraktionen - Mitglied des KWP-Vorstandes war, eine Zeit lang auch Vizepräsidentin des KWP sein durfte und durchaus auch die Anfangszeiten der Unterbringung von Flüchtlingen im KWP miterlebt habe.
Die Stadt Wien bringt seit 2015 geflüchtete Menschen im Rahmen der Grundversorgung im Fonds Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser - Häuser zum Leben unter. Derzeit stellen die Häuser zum Leben in den Häusern Döbling, Margareten, Mariahilf, Maria Jacobi, Rudolfsheim und Neubau insgesamt 520 Plätze für geflüchtete Menschen bereit. Dafür werden ausschließ
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