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Gemeinderat, 15. Sitzung vom 16.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 105 von 112

 

dem, wie man es gerade braucht - und zwar auf einer sogenannten Radallee. In der heutigen Nebenfahrbahn hat man dann also einen wirklich sicheren Radweg.

 

Für Fußgängerinnen und Fußgänger gibt es, finde ich, ein ganz spezielles Angebot, nämlich eine Gehallee. Die heutige gemischte Rad- und Fußstrecke ist dann nämlich die Gehallee. Es gibt also eine ganz eindeutige Zuordnung, wo man sich idealerweise und am sichersten aufhalten soll. Alternativ haben die Fußgängerinnen und Fußgänger immer noch die Möglichkeit, auf dem ganz normalen Gehsteig zu gehen. Ich glaube, das ist wirklich eine gute Lösung. Vor allem schafft sie Platz, sie schafft Sicherheit, und sie schafft eine Übersichtlichkeit, die es vorher nicht gab. Das hilft einem, sich zu orientieren. Orientierung ist einfach das Gebot der Stunde im Bereich des Ringes. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Der Schottenring ist das erste von mehreren Teilstücken, denn es wird der Radweg um den ganzen Ring herum neu gestaltet, und das in mehreren Etappen, weil man so etwas nicht auf einmal machen kann. Sonst wäre das sowohl organisatorisch als auch budgetär eine Zumutung, glaube ich. Das ist auch ein bisschen das Musterstück für den weiteren Ring.

 

Ich habe schon gesagt, Rad- und Fußverkehr werden künftig klar voneinander getrennt. Der große Vorteil, den es auch gibt, ist, dass es deutlich mehr Grün geben wird. Gerade der Fußgängerbereich wird durch zusätzliche 900 Quadratmeter Grünflächen und Beete attraktiver gestaltet. Außerdem werden zwölf neue Bäume gepflanzt.

 

Es gilt generell für den ganzen restlichen Ring-Radweg, dass dort jede Möglichkeit gesucht wird zu begrünen und entsprechend dem Klimawandel entgegenzuarbeiten, indem man Bäume pflanzt, aber zum Beispiel auch Trinkwasserstellen anbietet. Insgesamt wird die Attraktivität durch eine höhere Aufenthaltsqualität, mehr Schatten und mehr Begrünung also steigen. Außerdem soll es zusätzliche Sitzgelegenheiten geben. Die zusätzlichen Bäume habe ich schon erwähnt.

 

Ich möchte Ihnen auf jeden Fall einen Hinweis geben, wo Sie sich schon jetzt ein gutes Bild vom zukünftigen Radweg am Schottenring machen können: auf der Homepage der Mobilitätsagentur. Es gibt also eine eigene Homepage nur für den Ring-Radweg. Die Adresse lautet meinring.wien. Da sehen Sie durch wirklich äußerst anschauliche Renderings und gute Beschreibungen, was dort alles geplant sein wird.

 

Ich komme zum Thema Barrierefreiheit und Sicherheit. Der bisher asphaltierte Gehsteig wird durch eine barrierefreie Granitsteinpflasterung aufgewertet. Das ist auch insofern wichtig, als bei dieser Granitsteinpflasterung das Niederschlagswasser versickern kann. Dadurch hat man bis zu einem gewissen Grad eine Entsiegelung erreicht.

 

Ein zweiter Vorteil ist die klare Wegeführung statt der Verschwenkungen. Diese Verschwenkungen waren in der Vergangenheit ganz oft ein Problem. Genau dort gab es besonders viele Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern. Ich möchte es gar nicht unbedingt Konflikte nennen, aber es gab einfach Verwirrung. Wer darf sich hier aufhalten? Wo ist man eigentlich sicher, wenn man sich am Ring bewegt?

 

Mehr Sicherheit gibt es dann auch bei den Querungen. Etwas ganz Neues werden sogenannte Zwischenlinsen sein. Im Bereich des Radweges werden das markierte Querungen sein, wo man den Radweg auch nur zum Teil überwinden kann, sich dann auf einer solchen sicheren Linse aufhalten kann und sich dann weiterbewegt. Die werden auch ein bisschen erhöht sein, aber so, dass man mit dem Rad sehr wohl drüberfahren kann. Man merkt aber eben: Okay, das ist jetzt ein Bereich, bei dem es gar nicht so bequem ist, ihn mit dem Rad zu überfahren. Also werden die Radfahrerinnen und Radfahrer da eher seitlich ausweichen.

 

Was habe ich noch nicht erwähnt? - Der Radweg wird sandfarben sein. Das ist auch etwas ganz Neues und wird ebenfalls maßgeblich zur Orientierung und zur Sicherheit beitragen. Denn im großen Unterschied zu den bisher eingefärbten Radwegen wird diese Sandfarbe in den Asphalt eingearbeitet. Das bedeutet, dass die Farbe nicht mit der Zeit verschwindet, wie wir es in der Vergangenheit oft hatten, sondern bleibt. Ich glaube, es wird für alle, die dort regelmäßig fahren, und auch für die, die sich anders bewegen, die etwa gehen, einfach ein Learning sein, dass das einfach der Bereich der Radfahrerinnen und Radfahrer ist.

 

Diese Inseln ermöglichen also Zwischenstopps für Fußgänger beim Überqueren und erhöhen damit die Sicherheit. Der Radverkehr wird in diesen Bereichen außerdem verlangsamt. Was außerdem noch gemacht wird: Es wird zusätzliche Gehsteigvorziehungen geben.

 

Ich möchte auch noch auf das Thema der Einfahrten in die Innere Stadt eingehen. Das ganze Konzept ist schon auf die verkehrsberuhigte Innere Stadt ausgelegt. Dort gibt es jetzt - damit ich es nicht falsch sage - 34 Einfahrten und Ausfahrten in die Innere Stadt. Zukünftig werden es nur noch 26 Ein- und Ausfahrten sein, um schon darauf Bezug nehmen zu können und die künftige Planung zu erleichtern.

 

Diese sandfarbene Einfärbung des Radweges ist im Übrigen auch eine Reminiszenz an die historischen Reitalleen der Ringstraße. Das finde ich besonders schön. Sie sehen also, es ist ablesbar, dass sich die Planerinnen und Planer mit den HistorikerInnen zusammengetan haben. Da wurde einfach geschaut, dass das Gesamtensemble einen attraktiven Eindruck macht und bei der Planung auch die historische Entwicklung des Ringes mitberücksichtigt wird. Begonnen wird mit den Arbeiten im Herbst 2026.

 

Einen Punkt möchte ich noch erwähnen: die Schließung des Kais. Von manchen Personen wird es ja so betrachtet, dass es am Kai momentan keinen Radweg gibt. Das ist so nicht ganz richtig. Es gibt Radwege, allerdings unten auf beiden Seiten des Donaukanals und teilweise, also wirklich zizerlweise, am Kai. Diese Herausforderung werden wir natürlich annehmen, um auch dort den Radweg zu komplettieren. Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die es geben wird, damit es wirklich einen Ring-Radweg gibt, der den Namen auch verdient. Denn in der Vergangenheit ist es

 

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