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Gemeinderat, 15. Sitzung vom 16.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 54 von 112

 

und -teilnehmer ansetzt. Es geht um Spracherwerb, um Deutschlernen. Es geht um arbeitsmarktrelevante Kompetenzen, um Orientierung und Praktika und um sozialpädagogische Begleitung.

 

Das Ziel ist nicht, dass jemand nach sechs Monate eine fertige Pflegeausbildung hat, sondern das Ziel ist, dass die Menschen nach dieser Grundausbildung entweder in ein Beschäftigungsverhältnis oder in eine weitere Berufsqualifikation einsteigen. Dieses Ziel - das sehen wir an den Zahlen - erreichen wir exorbitant besser als vieles, was es sonst so gibt, indem nämlich 51 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Jugendcollege sind, erfolgreich in eine Beschäftigung oder eine Berufsausbildung vermittelt werden konnten. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Das gelingt durch ein sehr intensives und fast schulähnliches Setting, in dem es eben unterschiedliche Module gibt, die individuell und passgenau dort ansetzen, wo es Sinn ergibt. Somit geht es nicht um eine kurzfristige Vermittlungsagentur, sondern um eine nachhaltige Perspektive, die die Menschen auch dauerhaft in den Arbeitsmarkt integrieren kann.

 

Was die Mehrkosten betrifft, die wir jetzt beschließen, nämlich die 2,75 Millionen EUR Sachkrediterhöhung, auch da haben Sie so getan, als wäre Hokuspokus im Gange. Na no na orientiert sich das AMS bei der Ausschreibung 2023 … - Die Kollegin Schütz interessiert es nicht so. Das bedauere ich ein bisschen. Denn angesichts dessen, was Sie jetzt erzählt haben, glaube ich, dass das Ihren Wissensstand wirklich erhöhen würde.

 

Augenscheinlich waren wir in verschiedenen Ausschüssen, denn dort wurde vom AMS sehr genau ausgeführt, dass die Ausschreibung 2024 auf den Zahlen der Vorjahre beruht. Na no na wird sie das. Worauf soll sie denn sonst beruhen? Das heißt, wir haben Zahlen von 2023. Vergeben wurde es 2024. Jetzt haben wir 2026 und eine Endabrechnung vorliegen. In diesem Zeitraum haben wir in diesem Land eine Inflation, die deutlich über 10 Prozent liegt. Deshalb gibt es jetzt bei der Endabrechnung diese Restrate von 2,75 Millionen EUR. Es wurde vom AMS und von der MA 40 vielfach gewissenhaft und genau geprüft.

 

Wie gesagt, es hat eh System, wie Sie das machen. Wenn Sie im Internet lesen, schauen Sie sich vielleicht auch diese wirklich berührenden Geschichten an, die man von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern findet, die über das Jugendcollege mehr Selbstvertrauen, eine Perspektive und eben auch fundierte Deutschkenntnisse erlangt haben und in eine wirklich nachhaltige Qualifizierung einsteigen konnten.

 

Das zeigt im Übrigen auch der Beschluss der LandessozialreferentInnen, die vor kurzem genau dieses Modell der Verschränkung von Basisbildung, Sprachqualifikation sowie Berufsorientierung und -kompetenzen quasi als Vorbildmodell beschlossen und genannt haben. Dementsprechend kann man echt sagen, dass dieses Jugendcollegemodell eines ist, das nicht nur aus Wiener Sicht gut ist, sondern das weit über Wien hinaus als Vorbild dient. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

In diesem Sinne glaube ich wirklich, wir können stolz auf das Jugendcollege sein. Wir können stolz sein, dass es das auch in budgetär schwierigen Zeiten weiterhin gibt. Ich würde Sie deshalb bitten, diesem Antrag zuzustimmen. - Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächster ist GR Ellensohn zu Wort gemeldet. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

14.27.16

GR David Ellensohn (GRÜNE)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren!

 

Schauen wir - ich war auch in dem Ausschuss -, wer im gleichen Ausschuss war und wer nicht!

 

Ich glaube, es ist relativ eindeutig. Ich bedanke mich bei GRin Vasold und bei GRin Bernecker-Thiel, denn ich hätte das im Ausschuss auch so gehört. Es war sehr interessant und sehr auskunftsfreudig. Es gibt den Abschlussbericht noch nicht, also müssen wir nicht schon jetzt alle Zahlen zerlegen.

 

Wir haben eine sehr lange Anfrage gemacht. Die passt genau dazu. Die ist am 27. April eingebracht worden und ist wahrscheinlich genau Ende Juni - das ist wahrscheinlich ein bisschen zu früh, aber das werden wir aushalten - zu beantworten. Der Bericht über das Jugendcollege und das College 25+ kommt demnächst. Da werden alle diese Fragen, die ich auch für mich selber notiert habe, ausführlich beantwortet.

 

Es ist 2016 eingeführt worden. Das war eine gute Idee, es war eine Erfolgsgeschichte. Es ist 2024 für Leute über 25 ausgebaut worden. Natürlich kann man bei jedem Projekt nachbessern. Was man allerdings nicht kann: Man kann nicht sagen, wir machen mehr Integrationsmaßnahmen, und dann streichen wir das wieder.

 

Ich lasse es so stehen, wie es GRin Vasold vorhin gesagt hat. Ich muss bei der FPÖ nichts dazulegen. Es gibt keine Integrationsmaßnahme, die wir hier herinnen beschließen, wo die (in Richtung FPÖ) mitgehen. Ich bin schon sehr lange in dem Haus. Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie auch nur einen Euro für Integration ausgeben würden. (GR Armin Blind: Schlechtes Gedächtnis!) Im Gegenteil, es wird jedes Mal über irgendetwas hergezogen und dagegen gehetzt.

 

Man muss noch einmal in Erinnerung rufen: Was ist das? - Die Leute sind 32 Stunden in der Woche dort. Das ist ein Fulltimejob, denn man muss ja auch zu Hause noch lernen. Das ist, wie in die Schule zu gehen. Da ist man schwer beschäftigt. Das dauert für die meisten Leute rund zwölf Monate. Das ist sehr intensiv und hat einen hohen Nutzen. Das soll es auch, weil man den Leuten helfen muss, vor allem denen, die eine Fluchtbiografie haben.

 

Was wir schon kritisieren müssen - ich bin ja nicht bei der Regierungspartei und auch nicht in der Koalition: Wenn ich online bei der Sozialberatung schaue, was die jetzt für Probleme haben, so macht man es ein paar Leuten - so wichtig das Projekt auch ist - ein bisschen schwerer. Ich glaube, das werden wir dann leider bei den Zahlen sehen. Schön wäre es, es wäre nicht so.

 

Personen bis 25 können, wenn sie Mindestsicherung erhalten, mehr oder weniger bekommen: 300 EUR Un

 

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