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Gemeinderat, 15. Sitzung vom 16.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 7 von 112

 

den Aufgaben entsprechend, gestiegen. Es sind auch Mitarbeiter dazugekommen.

 

Wenn du mich fragst, ob ich gerne mehr hätte, dass wir noch mehr für die einzelnen Baumpflanzungen zur Verfügung stellen können, dann sage ich: Ja, logisch. Dafür setze ich mich auch ein. Vermutlich würde das jetzt aber jeder Stadtrat oder jede Stadträtin, betreffend seiner beziehungsweise ihrer Bereiche, so beantworten.

 

Bleibt die Frage, ob auch in Zukunft gerade von den Bezirken neue Maßnahmen gesetzt werden können. Ich sehe das eigentlich schon so. Das war ja auch schon vor dem Klimamusterstadt-Förderprogramm Aufgabe der Bezirke, so wie es das auch jetzt ist - ebenso wie Stadtentwicklungsgebiete und übergeordnete Straßen Aufgabe der zentralen Einheit, also der Stadt sind.

 

Da gibt es viele Programme, und es gibt auch weiterhin, so wie vorher, die Möglichkeit, gemeinsam mit der Stadt Lösungen zu finden. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem, was wir zur Verfügung haben - die gesamte Republik hat ein bisschen weniger zur Verfügung, aber das ist in diesem Haus schon oft diskutiert worden -, starke Priorität auch weiterhin auf das Setzen von neuen Bäumen legen können. Die Zahlen, die bis jetzt beobachtet werden können, zeigen, dass wir das auch unvermindert tun. Wir setzen eine ähnlich hohe Anzahl an Stadtbäumen, und wir werden auch die 400 000 Quadratmeter neuen Grünraum in dieser Periode schaffen, da bin ich zuversichtlich.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 2. Zusatzfrage kommt von der FPÖ. - GR Stumpf, bitte.

 

9.17.06

GR Michael Stumpf, BA (FPÖ): Guten Morgen, Herr Stadtrat.

 

Im Grunde genommen schreibt das Wiener Baumschutzgesetz vor, dass der Baumbestand in Wien, egal ob auf öffentlichem oder privatem Grund, geschützt wird. Jetzt hören wir im Zuge der Ausbaupläne des sogenannten Ring-Radweges, dass etliche Bäume diesem Radweg zum Opfer fallen werden und gefällt werden müssen. Um also quasi das Klima mit Fahrrad fahren zu retten, müssen Bäume sterben.

 

Im Hinblick darauf frage ich Sie jetzt, auch auf das Baumschutzgesetz angewendet, konkret: Wie viele Bäume sollen dem Radweg weichen? Wie viele werden gefällt? Und wo sollen die Ersatzpflanzungen stattfinden?

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Stadtrat, bitte.

 

Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Ich bitte Sie, die Frage an die zuständige Stadträtin zu richten. Ich weiß aber: Ulli Sima bürgt dafür, dass in allen Projekten, die sie verantwortet, am Schluss mehr Bäume vorhanden sind als vorher. Ich glaube, kaum eine Stadträtin hat, was den Baumschutz betrifft, mehr positiven Track Record in diesem Haus als meine Kollegin, die die Frage sicherlich sehr gerne beantworten wird und, wie ich glaube, auch im Sinne der Bäume gut beantworten wird. (Beifall bei SPÖ und NEOS. - Zwischenrufe bei der FPÖ.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Ich darf bitten, die Frage an Kollegin Sima einzubringen. Und die FPÖ darf ich um Beruhigung bitten.

 

Bevor ich zur 3. Zusatzfrage komme, darf ich Damen und Herren, soweit ich das verstanden habe, aus dem Wiener Kulturbereich hier im Rathaus begrüßen. - Herzlich willkommen im Wiener Rathaus. (Allgemeiner Beifall.)

 

Wir sind jetzt in der Fragestunde, dann folgt die Aktuelle Stunde, und danach wird die Kulturdiskussion stattfinden, auf die Sie vermutlich warten.

 

De 3. Zusatzfrage kommt von der SPÖ. - GRin Akcay, bitte.

 

9.19.12

GRin Safak Akcay (SPÖ): Einen schönen guten Morgen, Herr Stadtrat!

 

Wie wir auch in Ihren Ausführungen, aber auch von den Kolleginnen gehört haben, stellen Bäume beziehungsweise Parks wichtige Maßnahmen gegen Hitze in der Stadt dar.

 

Meine Frage geht dahin, wie der Ausbau der Wiener Parks ablaufen wird. Was können Sie dazu beziehungsweise zu der Wiener Grünraumoffensive berichten? - Danke schön.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Stadtrat, bitte.

 

Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Zum Teil habe ich das vorher schon beantwortet. Nun haben wir sozusagen gerade das Update oder den Teil zwei der Grünraumoffensive als gemeinsame Aufgabe. Teil eins in der letzten Periode hat dazu geführt, dass wir knapp 580 000 Quadratmeter Parks neu geschaffen oder umgestaltet haben. 400 000 Quadratmeter haben wir uns vorgenommen, wir haben also auch dieses Ziel wirklich deutlich übersprungen.

 

Das ist auch wirklich notwendig. Und ich möchte an dieser Stelle sagen: In diesem Zusammenhang wird die Arbeit nicht so schnell getan sein, sondern es wird noch mehr auch in Zukunft notwendig sein. Mehr Bäume bieten nämlich mehr Schatten und daher mehr Schutz vor Hitze. Bäume spenden aber im Übrigen nicht nur real Schatten, sondern sie bewirken auch das Verdunsten von Wasser, weshalb das Gießmanagement, das Errichten von Bewässerungen und so weiter sehr wichtig ist, denn durch das Verdunsten wird die Luft gekühlt.

 

Wir haben uns das für heuer beziehungsweise für diese Periode zum Ziel gesetzt und sind mittendrin, beispielsweise ist eine Parkanlage in der Meiereistraße im 2. Bezirk entstanden. Dabei handelt es sich um 10 000 Quadratmeter mitten im verbauten Gebiet. Und im Village im Dritten entsteht ein richtig großer Park von doppelt so weiter Ausdehnung. Spannend ist das auch deshalb, weil dieser für den neuen Stil von Parks, den wir seit vielen, vielen Jahren umsetzen, steht. Dort gibt es viel Platz für Biodiversität, 100 neue Bäume, aber auch Platz für Sport et cetera. Es ist dies also ein guter Mix für Pflanzen, Tiere und Menschen. Aber auch mit dem Albert-Schultz-Park in der Donaustadt entsteht ein neuer Park mit richtig großen Dimensionen, mit zirka 22 000 Quadratmetern Fläche.

 

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