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Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 113 von 121

 

Ihr bringt keine Struktur zusammen, und wisst ihr, warum? - Weil ihr keine Verantwortung übernehmen wollt. Es steht nämlich drin, die Verantwortung hat Hi Jump. Da steht nicht, dass die Verantwortung die Stadt Wien trägt. Hi Jump hat die Verantwortung für die Qualitätskriterien, Hi Jump kriegt das ganze Geld, Hi Jump verteilt es auf weitere Betreiber. Ganz großartig.

 

Ich bitte euch wirklich, einmal dieses ganze System zu überdenken, so dass jedes Kind einen Platz beim Summer City Camp bekommt, das einen möchte und das einen braucht. - Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr GR Burian. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

22.13.48

GR Mag. Lukas Burian (NEOS)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, liebe Stadträte und Stadträtinnen, sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ja, liebe Sabine, vielen Dank, du hast sehr viele wichtige Frage aufgeworfen, die ersten beiden konkret vorweg. In Margareten gab es keinen geeigneten oder bestgeeigneten Standort, muss man ganz klar sagen, da lagen in der Nähe rundherum in den anderen Bezirken einfach bessere. Wir haben das auch sehr lange mit dem Bezirk diskutiert, auch mit den eigenen Leuten, aber die wichtigsten oder die besten Standorte sind da einfach wichtiger.

 

Zweiter Punkt, zu den Standards: Es geht einfach darum, wie der Standort beschaffen ist, wie die Aufteilung zwischen außen und innen ist, wie wir die inklusiven Gruppen dort auch richtig und gut betreuen können. So viel dazu. Ob ich jetzt schon deine Medaille bekomme, weiß ich nicht, ich freue mich auf alle Fälle sehr darüber. (Beifall bei den NEOS.)

 

Ich möchte aber, weil wir hier zwei Poststücke behandeln, noch ganz kurz auch etwas zur Erwachsenenbildung sagen. Für uns ist Erwachsenenbildung ein Teil der Bildungskette, nicht nur ein freiwilliges Zusatzangebot, sondern ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit, Integration und lebenslanges Lernen. Deshalb haben wir auch die Förderschienen in der MA 13 weiterentwickelt, klarer strukturiert, damit die Angebote für unterschiedliche Zielgruppen besser erreichbar werden, von Basisbildung über Deutsch- und Integrationsangebote bis hin zu politischer Bildung und Qualifizierungsmaßnahmen, gerade mit Förderungen wie jener an die Diakonie Eine Welt - Akademie unterstützen wir also gezielt Maßnahmen, die Erwachsenenbildung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe verbinden. Unser Zugang ist da ganz klar. Erwachsenenbildung ist keine Nebensache, sondern ein zentraler Hebel für soziale Mobilität, für Arbeitsmarktchancen und, ganz wichtig immer in dieser Stadt, für ein selbstbestimmtes Leben. (Beifall bei den NEOS.)

 

Meine geschätzte Vorrednerin hat es schon angesprochen, wir haben es geschafft, für die Summer City Camps dieses Jahr den gleichen Betrag wie letztes Jahr zu bekommen. Das war leider Gottes nicht einfach, das bedeutet aber natürlich auch bei gestiegenen Kosten, bei gestiegenen Personalkosten, dass wir tatsächlich nicht genauso viele Plätze anbieten konnten wie letztes Jahr. Es sind tatsächlich um 1 520 Plätze weniger.

 

Wir wissen aber auch alle, dass die Summer City Camps jetzt nicht einfach nur ein Ferienprogramm sind, sondern es geht um Betreuung in den Sommermonaten, es geht um einen zentralen Bestandteil moderner Bildung für Familien und Sozialpolitik in einer wachsenden Stadt. Denn nicht jeder, das wissen wir auch, kann in den neun Sommerwochen zusammen, gestaffelt oder vielleicht überhaupt Urlaub machen, nicht jede Familie hat Großeltern, die Zeit haben, sich zu kümmern oder sich auch kümmern wollen, das muss man auch einmal dazusagen, und nicht jede Familie hat die finanziellen Möglichkeiten, private Angebote zu bezahlen. Deshalb haben wir dieses öffentliche Angebot, ein Angebot, auf das man sich verlassen können soll, auf dessen Qualität man sich auch verlassen können soll.

 

Deshalb haben wir, wie du richtig gesagt hast, dieses Jahr nur 34 Angebote. Du hast ganz kurz auch die Werbekampagne erwähnt. Wir wollen natürlich alle Familien und alle Kinder in dieser Stadt erreichen, deshalb müssen wir in der heutigen Zeit auch Werbung machen, damit dieses Angebot auch alle Menschen in Wien erreichen kann. (Zwischenruf.) - Ich habe 18 Jahre internationale Werbung gemacht, ich werde jetzt nicht sagen, dass Werbung etwas Schlechtes ist, um Gottes Himmels willen.

 

Die Summer City Camps bieten zwei Betreuungsformen an. Einerseits ein Freizeitprogramm mit inklusiven Gruppen für Kinder von sechs bis zwölf Jahren sowie ein Freizeitprogramm in Kleingruppen für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf. An den insgesamt 34 Standorten in ganz Wien wird ein ganztägiges Ferienprogramm von Anfang Juli bis Anfang September angeboten. Dieses umfasst Sport- und Bewegungsangebote, Schwimm- und Fahrradkurse, Ausflüge, Kultur und Kreativworkshops sowie freizeitpädagogische Programme. Genau deshalb müssen wir ganz genau schauen, welche Standorte wir auswählen und können nicht einfach x-beliebig irgendeinen nehmen. (Zwischenruf.) - Ganz genau, für die Kinder.

 

Trotz einer angespannten Situation, ich habe es vorher schon erwähnt, war es uns wichtig, das Budget für den Sommer dieses Jahres mit den 16,4 Millionen EUR auf einem stabilen Niveau zu halten. Die Personal- und Betriebskosten sind gestiegen, die Sachkosten sind gestiegen, Kollektivverträge wurden angepasst. Gleichzeitig erwarten sich die Eltern natürlich zu Recht, dass die Qualität nicht sinkt. Deshalb 34 Standorte, und deshalb, leider Gottes, nur 33 000 Plätze. (Beifall bei den NEOS. - Zwischenruf.)

 

Wenn du mir eine Glaskugel gibst, liebe Sabine (in Richtung der GRin Sabine Keri), wie die Finanzen nächstes Jahr ausschauen, sehr, sehr gerne. (Beifall bei den NEOS.)

 

Es wird aber natürlich auch reflexartig sofort Kritik geäußert, das ist ganz klar. Es wird zum Beispiel behauptet, dass die Abrechnung der Förderung aus dem Vorjahr fehlen würde. Ganz kurz vielleicht dazu gesagt: Die Abrechnung war planmäßig, die Frist dafür endet

 

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