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Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 105 von 121

 

auch Sie sich in Zukunft dann dort wohl. (Beifall bei der SPÖ.)

 

In diesem Sinne glaube ich, das ist ein wirklich sehr gutes Projekt, auf das wir stolz sein können. Ulli Sima hat es nach vielen Jahren, in denen es andere nicht geschafft haben, jetzt auf den Boden gebracht oder ist dabei, es auf den Boden zu bringen. Das freut mich im Übrigen auch sehr, liebe Heidi. Ulli hat es jetzt umgesetzt. Ich glaube, da können wir uns mit ihr freuen. (Zwischenruf.) Wir schaffen in Wien die Zukunft und auch die Mobilitätszukunft. - Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke.

 

Als Nächster ist GR Niegl zu Wort gemeldet. - Bitte.

 

21.20.08

GR Michael Niegl (FPÖ)|: Sehr geehrte Vorsitzende, werter Herr Berichterstatter, liebe Kolleginnen und Kollegen, werte Zuseher!

 

Gleich vorweg muss ich zu Kollegin Sucher etwas sagen, weil Sie Kollegen Kreutzinger vorgeworfen haben, dass er wenig mit dem Rad fährt. Ich fahre sehr viel mit dem Rad und vermutlich mehr als Sie.

 

Tatsache ist, dass auf der Strecke, die Sie genannt haben, wo Sie jetzt den Lückenschluss machen und wo - wie es die GRÜNE-Kollegin gesagt hat - ein "Schwarzes Loch" war - niemand mit dem Rad fährt - und das schon seit 20 Jahren. Denn auf der Floridsdorfer Hauptstraße gibt es seit fast 20 Jahren links und rechts einen Radweg. Wenn man dort im Sommer bei schönstem Wetter steht, sieht man keinen einzigen Radfahrer.

 

Wisst ihr, was das Ergebnis dieses Radweges war? - Dass die ganzen Geschäfte, die dort um die Floridsdorfer Hauptstraße und um dieses Y vom Spitz, Brünner Straße und Prager Straße … Das war einst eine blühende Geschäftsstraße mit hochwertigen Geschäften, um beim Handel zu bleiben. Da gab es eine Breitling-Vertretung. Davon sind wir in Floridsdorf weit weg.

 

Wisst ihr, was es dort jetzt für Shops gibt? - Handyshops. Selbst der Fitnessshop hat zugesperrt. Wir haben gerade einmal noch ein Espresso dort. Es haben die Gasthäuser zugesperrt. Ich kann euch auch sagen, warum: weil keiner mehr stehenbleiben kann.

 

Wenn Sie behaupten, dass Sie gern mit dem Rad einkaufen gehen: Ja, was kaufen Sie denn ein? Zwei Karotten und zwei Lauchstangen? Das gibt es ja wohl normal nicht. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Nein, wirklich, das ist eine realitätsfremde Sache. Ich möchte Sie nicht so betiteln, wie ich den Kollegen Taucher betitelt habe. Das mache ich natürlich nicht, sonst bekomme ich wirklich noch einen Ordnungsruf. Nein, das mache ich nicht, aber ihr lebt nicht in der Realität. (Zwischenruf.)

 

Ich weiß nicht, wie oft Sie mit dem Rad fahren. Ich habe wirklich keine Ahnung. Ich sage Ihnen aber vielleicht noch etwas. Es gibt nämlich 500 Meter westlich von diesem wunderbaren Lückenschluss eine Radwegverbindung, die schon seit - keine Ahnung - fast 15 Jahren besteht. Wir fahren nämlich ganz einfach auf der Jedleseer Straße. Da gibt es links und rechts einen Radweg. Das ist keine 500 Meter Luftlinie von der Brünner Straße entfernt.

 

Dann fahren wir weiter entlang in die Trillergasse. Dort biegen wir ab. (Zwischenruf.) - Richtig, in der Koloniestraße gibt es 200 Meter lang keinen Radweg. Das ist vollkommen richtig. Das hält man aber vielleicht aus. Dann biegen wir links ab entlang des Weges der ÖBB-Kleingartenanlage. (Zwischenruf.) - Das ist überhaupt kein Problem. Das fahre ich fast jeden Tag. Auskennen muss man sich halt schon. Wenn man sich nicht auskennt, dann hat man Pech. Aber wenn man sich nicht auskennt, findet man sich auch mit der Tramway nicht zurecht. (Zwischenruf.)

 

Dann fahren wir in die Johannes-Fehring-Promenade, einen riesengroßen, schönen Radweg. Dort fahren nämlich komischerweise auch die ganzen Radfahrer. Dort sieht man auch Radfahrer, denn ich fahre dort fast jeden Tag. Dann ist man auf der Brünner Straße, und dann kommt man ganz locker über die Sinawastingasse zum Steinitzsteg.

 

Ich sage euch etwas: Auf der Brünner Straße und auf der Floridsdorfer Hauptstraße findet ihr keine Radfahrer. Dort fährt niemand. Die fahren alle die Gegebenheiten, die ich gerade gesagt habe. Ja, es ist ein bisschen ein Hin und Her. Dafür spart man sich aber auch all diese Kreuzungen, die es auf der Brünner Straße vielleicht gibt, wo auch die Radfahrer stehenbleiben müssen.

 

Sie nicken jetzt, weil Sie einfach keine Ahnung haben. Wie viele Kilometer fahren Sie denn in der Woche mit dem Rad? Fünf? (Zwischenruf.) - Ach ja, um Lauchstangen einzukaufen, richtig. Da reichen wahrscheinlich zwei Kilometer. Also kommt mir bitte nicht mit dem Schmarren. Das ist einfach eine Ideologie zum Schaden der Bevölkerung.

 

Weil Sie gesagt haben, Sie haben den Handel gefragt: Da greife ich mir auf die Birne. Fragt einmal beim Eisgeschäft Perugini, was man dort vom Radweg hält. Der greift sich auf die Birne und fragt: Sind die wahnsinnig geworden? - Das ist alles nur mehr verrückt.

 

Das ganze Wirtschaftssterben in Floridsdorf um das Spitzzentrum herum habt ihr verursacht. Ihr habt Billigshops und Handyshops dort. (Zwischenruf.) Herrschaften wie wir fahren dann ins G3 einkaufen, weil man dort einen schönen Parkplatz hat. Da kann man, wenn man will, beim Elektrofachgeschäft auch einen Fernseher kaufen und ihn ins Auto einladen. Vielleicht gehen Sie mit dem Rad auch einen Fernseher einkaufen, wahrscheinlich so einen kleinen. Wie auch immer, es ist natürlich vollkommen verrückt.

 

Wie gesagt, dieser Radweg ist der volle Wahnsinn. Das ist genau die Ideologie, die ihr verfolgt. Schauen wir aber einmal, was die Zukunft bringt und ob das Volk es euch in Zukunft danken wird. Ich glaube das nämlich nicht. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Ich möchte jetzt auch ein wenig von der Emotion herunterkommen. Es ist nur etwas, was mich aufregt, wenn jemand, der so wenig Ahnung vom Radfahren hat wie Sie, übers Radfahren spricht. Das ist einfach nicht angebracht. Wenn man sich nicht auskennt, muss man den Mund halten. (Zwischenruf.)

 

Hier gibt es einen Antrag von uns, der vielleicht auch Zustimmung bei den GRÜNEN finden wird, weil er sich

 

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