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Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 100 von 121

 

heit sagt. Wir haben daran anschließend noch die Möglichkeit, wo man sich zwar dagegen verwehrt, dort gibt es gärtnerisch gestaltetes Gebiet und vielleicht denkt man daran, das umzuwidmen, sodass man dort jetzt auf einmal mehr Klassen und Schulen braucht.

 

Wie gesagt, der größte Teil dort ist verbaut. Warum wir jetzt mehr Klassen brauchen? - Es werden in nächster Zeit viele Flächen in Simmering umgewidmet. Das ist auch so ein Fall, der Weichseltalweg kommt noch, da werden tausende Quadratmeter umgewidmet. Wenn man sich diese Pläne anschaut, geht es wieder um Flächenversiegelung.

 

Auf der anderen Seite schauen mir, wenn ich die "Bezirkszeitung" aufschlage, immer StRin Sima und StR Czernohorszky entgegen, und es wird ständig von Entsiegelung gesprochen. Also jeder kleine Platz, ob es die U3-Endstelle ist oder der Simmeringer Platz, wird entsiegelt, dort wird überall aufgerissen. Zuerst wird es versiegelt, jetzt tun wir es wieder entsiegeln. Den Enkplatz haben wir schon entsiegelt, die Svetelskystraße haben wir auch schon entsiegelt. Und auf der anderen Seite versiegeln wir auf Teufel komm raus. Das ergibt keinen Sinn und schadet dem Mikroklima, vor allem in der Florian-Hedorfer-Schule. Daher können wir diesem Antrag nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächster zu Wort gemeldet ist GR Al-Rawi. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

20.44.04

GR Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi (SPÖ)|: Danke, Frau Vorsitzende. - Liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Berichterstatter!

 

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Im Rahmen der Ausarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes Kaiserebersdorf - das hat Herr Stadler auch sehr schön erzählt -, welches im Jahr 2024 von der Stadtentwicklungskommission beschlossen wurde, wurde für den Gesamtraum Kaiserebersdorf ein erhöhter Schulraumbedarf erkannt. Demgemäß soll der bestehende Schulstandort Florian-Hedorfer-Straße um insgesamt 20 Klassen, davon sind zwölf Sonder- und Inklusivpädagogikklassen, erweitert werden.

 

Als Vorbereitung für das Verfahren zur Neufestsetzung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes hat ein Realisierungswettbewerb stattgefunden, um eine qualitative Entwicklung dieser Schulerweiterung sicherzustellen. Der Siegerentwurf sieht unter anderem auf Grund der Anforderungen von Sonder- und Inklusivpädagogikklassen im Hinblick auf Brandschutz, Entfluchtung und Barrierefreiheit die Erweiterung im Bereich des schulbezogenen Freiraumes im Osten der Bestandschule vor. Das hat Kollegin Sequenz auch erwähnt. Grundlegend für jegliche Bebauung der jetzigen Flächen war, dass trotz der baulichen Erweiterung sowohl der Freiraumbedarf der Bestandschule als auch für die Schulerweiterung abgedeckt ist, der Baumbestand gesichert und möglichst großer Abstand zu den benachbarten Wohnbebauungen eingehalten wird.

 

Natürlich entsteht bei einem Neubau eine Versiegelung, da hast du recht. Deswegen wurde auch dann als Gegenmaßnahme die Entsiegelung des Vorplatzes der Schule und sehr viele Begrünungsmaßnahmen zu machen versucht. Es gab den Hinweis, dass jetzt die Nachricht kam, so wie du gesagt hast, dass die Schule abgeblasen wurde. Die Schule wurde nicht abgeblasen, sondern der Bau steht im Moment anscheinend auf Grund von budgetären Mitteln im Moment nicht bevor.

 

Das heißt aber nicht, dass man bei der Stadtentwicklung und Stadtplanung Widmungen und Vorbereitungen für dieses Gebiet nicht auch schon im Voraus planen kann. Ich habe erwähnt, 2024 ist das ja passiert, und das ist auf Schiene gebracht worden. Sollte die Schule jetzt nicht sofort vor der Realisierung stehen, heißt das nicht, dass wir nicht die Vorbereitungen dafür machen.

 

Auf die Frage von Herrn Stadler, wo die Stadtentwicklung passieren soll, möchte ich darauf hinweisen, dass zirka 4 000 Wohnungen - Sicherung der Simmeringer Haide als landwirtschaftliches Gebiet und große Grünräume - in diesem Entwicklungsgebiet in den nächsten 15 Jahren stattfinden werden. Im Sinne einer Vorwegplanung, wenn diese 4 000 Wohnungen auch entstehen, dann wird dieser Schulbedarf schon gegeben sein. Und in diesem Sinne bitte ich, dass wir dem vorliegenden Akt auch so zustimmen. - Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Wirnsberger. - Bitte, Sie sind am Wort.

 

20.48.26

GRin Christina Wirnsberger (GRÜNE)|: Vielen Dank, Frau Vorsitzende. - Werte KollegInnen, liebe WienerInnen, die uns vielleicht jetzt noch zusehen!

 

Zum vorliegendem Poststück: Wir haben uns natürlich die Erläuterungsberichte und die Beilagen sehr genau angeschaut, insbesondere im Hinblick auf die Umweltauswirkungen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es gerade mit den Punkten, die meine Kollegin Heidi Sequenz schon erwähnt hat, grundsätzlich die Möglichkeit gibt, dass wir diesem Poststück zustimmen können.

 

Jetzt sind wir allerdings gestern darauf aufmerksam gemacht worden, dass dort auf diesem Sportplatz möglicherweise eine Feldhamsterpopulation ist. Für alle, die es nicht wissen: Der Feldhamster ist nicht nur herzig, der Feldhamster ist nicht nur dafür berüchtigt, dass er am Wiener Zentralfriedhof Schnittblumen und Kerzen klaut, der Feldhamster ist nach dem Wiener Naturschutzgesetz auch streng geschützt. Das heißt, es muss in jedem Fall vor weiteren Schritten dort vor Ort eine naturrechtliche und fachliche Überprüfung geben und gegebenenfalls Maßnahmen, die den Schutz dieser Feldhamster sicherstellen. Das ist uns ein großes Anliegen.

 

Wie gesagt, aus den Unterlagen, die dem Akt beigelegen sind, ist das nicht hervorgegangen. Ich bin sehr froh, dass es aufmerksame BürgerInnen gibt - in diesem Fall war es auch insbesondere der "Tierschutz Austria", der uns darauf aufmerksam gemacht hat -, dass es solche Organisationen gibt, die dort hinschauen und uns darauf aufmerksam machen. Es ist uns ein sehr großes Anliegen, dass dort auch auf den Schutz der Feldhamster geachtet wird. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

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