Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 85 von 121
Das hat schon im Zusammenhang mit dem Wien Museum super funktioniert. Da haben wir regelmäßig Berichte bekommen: Was ist der Fortschritt? Wie schaut das aus? Wie viel Geld wird gebraucht? Wo gibt es vielleicht noch Schwierigkeiten?
Im Vorfeld haben wir jetzt gehört, dass auch die Sozialdemokraten - und ich nehme an, auch die NEOS - bereit sind, einer Zuweisung bei dem Antrag zuzustimmen. Das finden wir natürlich großartig. Wir freuen uns, wenn es in Zukunft Informationen zu Bauprojekten wie diesem gibt. Und ich sage ausdrücklich, es geht nicht um jedes Bauprojekt, aber es geht darum: Wenn über mehrere Jahre sehr große Volumina verhandelt werden, macht es Sinn, dass der Ausschuss zumindest grob weiß, was da weitergeht. Und wenn Sie da jetzt zustimmen und wenn vor allen Dingen diese Zusammenarbeit im Ausschuss weitergeht, freuen wir uns sehr. Also auf eine gute Zusammenarbeit! - Danke schön. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort gemeldet: GR Prof. Mag. Dr. Schmid. - Bitte schön.
GR Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid (SPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geschätzter Herr Berichterstatter, geschätzte KollegInnen!
Villa Beer in Hietzing: ein ...
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl (unterbrechend): Entschuldigung! Darf ich bitten, die Gespräche neben dem Redner einzustellen. Ich meine, das geht ja überhaupt nicht. Danke.
Bitte, fahre fort!
GR Prof. Mag. Dr. Gerhard Schmid (fortsetzend): Danke.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Villa Beer in Hietzing: ein Kulturjuwel - die Vorrednerin hat es bereits gesagt -, kulturhistorisch auf der Ebene eines Palais Stoclet, übrigens auch von einem Wiener Architekten, von Josef Hoffmann, in Brüssel gebaut, oder der Villa Tugendhat in Brünn, in dieser Liga. Auch die Villa Beer ist ein Zeugnis der Wiener Moderne, und ich glaube, es ist gut gewesen, dass die Stadt Wien sich hier sehr aktiv sozusagen an den Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten beteiligt hat. Ein privater Investor hat diese Foundation gegründet, hat das um 5 Millionen EUR gekauft, hat 10 Millionen in die Sanierung investiert. Die Stadt Wien hat über den Altstadterhaltungsfond 500 000 EUR beigetragen und 200 000 EUR weiters für den Betrieb, ebenso das Bundesdenkmalamt 200 000 EUR.
Aber es ist ganz wichtig - und das ist auch Gegenstand des heutigen Beschlusses -, dass wir in das Vermittlungsprogramm investieren, das heißt, dass wir möglichst viele Menschen, nicht nur Touristen - schon auch viele Touristen; und das ist auch sehr wichtig, weil es ja sozusagen auch ein kulturhistorischer Magnet für Tourismus ist -, sondern auch viele Wienerinnen und Wiener, vor allem viele Schülerinnen und Schüler, in dieses Projekt einbinden können und die Besuche ermöglichen können.
Übrigens kann man dort auch übernachten. Es gibt drei Zimmer, bei denen der Eigentümer ausdrücklich betont hat, er lädt alle Wienerinnen und Wiener ein, das zu tun und das Feeling der Wiener Moderne - eines Josef Frank zum Beispiel, der ja auch bei Interieur et cetera seine Marksteine gesetzt hat, nicht nur in Wien, sondern später auch in Schweden - da unmittelbar zu erleben.
Aber dieses Vermittlungsprogramm ist ganz, ganz wichtig. Daher wollen wir nach den 80 000 EUR des Jahres 2024 für 2025, 2026 je 120 000 EUR investieren. Ich glaube, das zahlt sich aus, auch wenn Sie es sich anschauen, wer dort lebte. Musikaffine Menschen werden das wissen, Persönlichkeiten von Richard Tauber bis Martha Eckert und so weiter waren bei der Familie Beer eingemietet. Also ein Juwel, und ich bitte Sie, dieses Projekt und das Vermittlungsprogramm auch zu unterstützen. - Danke. (Beifall bei SPÖ, NEOS, GRÜNEN und ÖVP.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Es liegt keine Wortmeldung mehr vor. Die Debatte ist geschlossen, der Herr Berichterstatter verzichtet.
Ich darf Sie bitten, Frau Schriftführerin, die Debatten einzustellen. Ich mag das überhaupt nicht, wenn da Debatten ums Rednerpult stattfinden.
Wir kommen nun zur Abstimmung über die Postnummer 46. Wer der beitritt, bitte um ein Zeichen mit der Hand. - Das ist einstimmig angenommen, danke.
Es liegt ein Antrag der GRÜNEN vor, betreffend Berichterstattung zum Bau- und Projektfortschritt Kinderkulturhaus Floridsdorf. Hier wird die Zuweisung an den Ausschuss für Kultur und Wissenschaft beantragt. Wer die Zuweisung unterstützt, bitte um ein Zeichen. - Die Zuweisung erfolgt einstimmig.
Postnummer 30 der Tagesordnung betrifft die Änderung der Tarife für die Benützung der städtischen Bäder mit Wirksamkeit vom 1. Mai 2026.
Herr GR Holzmann ist Berichterstatter. Bitte, die Verhandlungen einzuleiten.
Berichterstatter GR Ernst Holzmann: Sehr geehrte Damen und Herren, ich ersuche um Zustimmung zur Postnummer 30.
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Ich eröffne die Debatte.
Zu Wort gemeldet ist Herr GR Stumpf. Ich erteile es ihm.
GR Michael Stumpf, BA (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Vorsitzender!
Zuallererst möchte ich mich bei den Schriftführerinnen und Schriftführern unseres Hauses für ihre hervorragende Arbeit bedanken und dass sie diese Arbeit so gewissenhaft machen und öfters im Detail nach den konkreten Wortlauten fragen. Dem verdanken wir ja auch so eine tolle Protokollführung. Ich glaube, im Namen des Hauses ein großes Dankeschön aussprechen zu dürfen, und das würde einen Applaus verdienen. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und SPÖ.)
Aber nun zum Poststück: Man muss der Stadtregierung tatsächlich eines lassen, wenn es darum geht, Belastungen in dieser Fortschrittskoalition als Fortschritt zu verkaufen, dann sind die SPÖ und NEOS wirklich erfinderisch und voll gut dabei. Denn was liegt uns heute
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