Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 15 von 121
um gemeinsam zu schauen, wie wir aus den vorhandenen Mitteln quasi möglichst viel Radweg herausbringen. Das Ergebnis haben wir Leichtbauweise genannt.
Dabei geht es darum, schnell und kostengünstig Radinfrastruktur zu schaffen. Wir trennen dabei aber nicht nur irgendetwas ab - das ist mir wirklich sehr wichtig -, sodass man dann irgendwo hinkommt, an einer schrecklichen Kreuzung steht und sich denkt: Okay, wie komme ich da jetzt weiter? Sondern in der Leichtbauweise sind Ampelquerungen und Überfahrtmöglichkeiten für den Radverkehr immer mitgedacht. Das ist natürlich ein wichtiger integrierter Bestandteil.
Wir werden das 2026 zum Beispiel an der Oberen Donaustraße umsetzen. Das ist, wie ich finde, ein schönes Projekt. Da muss man dann keinen Slalom zwischen Donaukanal und der anderen Seite machen. Das ist also quasi ein Lückenschluss, bei dem wir einmal eine Leichtbauweise ausprobieren und abmarkieren, aber die Radfahrerinnen und Radfahrer dann mit Bäumen schützen.
Was haben wir 2026 sonst noch vor? Die Obere Donaustraße habe ich schon erwähnt. Das ist eben ein Lückenschluss und damit eine gute Direktverbindung auf dieser Seite. Wir haben auch den Spatenstich für die Landstraßer Hauptstraße gemacht. Das freut mich auch sehr. Wir haben am äußersten Bereich, wenn man so will, begonnen. Es kommen dort zwei Einrichtungsradwege. Warum dort? - Weil wir gerade dort entlang der neuen beziehungsweise in diesem Bereich erneuerten Straßenbahnlinie 18 sehr viel Radinfrastruktur erneuert haben, inklusive der Verbindung nach Simmering hinaus, wo es ja auch eine Fahrradstraße gibt. In dem Grätzel ist jetzt also gerade relativ viel passiert. Das ist auch ein wichtiger und guter Anschluss für die dort ansässige Universität.
Neue Radwege entlang der Linie 18: Da wird es quer durch den Prater eine neue Infrastruktur geben. Die wird mit der Linie 18 mitgebaut. Das wird auch eine wirklich schöne Verbindung werden.
Wir machen den letzten Lückenschluss auf der Wiedner Hauptstraße. Dort ist es ja so, dass wir mit dem großen Radwegprojekt in der letzten Legislaturperiode einen tollen Zweirichtungsradweg gebaut haben. Dann kommt ein bisschen eine Lücke, wo er nur aufgemalt ist, und dann kommen zwei Einrichtungsradwege. Diese Lücke schließen wir jetzt. Dann kann man wirklich durchgehend vom Karlsplatz bis zum Matzleinsdorfer Platz auf sicheren und baulich getrennten Radwegen fahren. Es kommen auch zusätzliche Bäume. Wir haben natürlich immer versucht, zusätzlich zu begrünen, wo es irgendwie möglich und finanziell darstellbar ist.
Um den Julius-Tandler-Platz schließen wir jetzt auch an den neuen Radweg Alserbachstraße an. Wir schließen eben das Universitätszentrum Althanstraße an den Radweg an. Auch das ist eine wichtige Verbindung, damit man von dieser neuen Hauptachse dann an die Universität kommt.
Auch in Innerfavoriten werden wir in der Neilreichgasse zwischen Hasengasse und Davidgasse einen Radweg bauen, einen Zweirichtungsradweg mit 600 Metern, 33 Bäumen und zwölf Hochstammsträuchern. Auch das ist ein wichtiger Lückenschluss, durch den man dann eine gute durchgehende Verbindung hat.
Äußere Mariahilfer Straße, zweiter Teil: Auch da setzen wir den Radweg fort. Das ist insofern schön, als man sich schon am ersten Teil anschauen kann, wie gut die Infrastruktur funktioniert. Jetzt setzen wir das fort und schließen dann auch den Markt an, der dort ist.
Auch die Brünner Straße in Floridsdorf ist ein Projekt, auf das wir sehr, sehr lange hingearbeitet haben. Ich freue mich jetzt, dass wir da gut in die Umsetzung kommen. Das ist auch ein schon lang erwartetes Projekt, weil die Brünner Straße zum Radfahren bisher - wie soll ich sagen? - nicht gerade eingeladen hat.
Ebenfalls optimieren wir weiterhin die Radwege entlang der Liesing, damit es auch dort eine durchgehende Radwegverbindung gibt. Mir ist auch wichtig, dass man in Liesing künftig eine gute Möglichkeit hat, über den Liesinger Platz drüberzufahren. Das war bisher ehrlich gesagt ein bisschen eine mühsame Partie. Denn wenn man jetzt über den Liesingbach kommt, fährt man durch die Unterführung, steht dann auf dem Platz inmitten von Autobussen und denkt sich: Oh mein Gott, wie komme ich da irgendwie lebend drüber?
Es ist ganz wichtig, dass wir uns im Bezirk darauf geeinigt haben, dass es jetzt auf der linken Seite eine gute Radwegverbindung gibt und damit einen Lückenschluss im Liesingbach-Radweg sowie eine Möglichkeit, wie man das mit Kindern befahren kann. Wenn es dann den Ausbau der Südbahn gibt, dann fällt auch das Radfahren durch diese Unterführung weg. Dann wird es dort noch eine Verbesserung geben. Es dauert aber noch ein paar Jahre bis die ÖBB so weit sind.
Mein Fazit ist: Wir haben uns sehr bemüht. Trotz der budgetär restriktiven Zeiten habe ich im Ressort so viel Geld wie möglich zusammengekratzt. Wir haben uns darüber hinaus bemüht, dieses Geld so sparsam und so effizient wie möglich einzusetzen, damit wir für weniger Mittel trotzdem mehr Radwege herausbekommen. - Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank, Frau Stadträtin.
Die 1. Zusatzfrage wird von Frau GRin Olischar von der ÖVP gestellt. - Bitte.
GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP): Guten Morgen, Frau Stadträtin! Danke für die bisherigen Ausführungen. Sie haben es schon angesprochen: Der Radanteil nimmt zwar wenig, aber immer wieder doch zu.
Wir haben auch schon von verschiedenen Kategorien von Radwegen und von Radhighways gehört, die im Programm drinnen sind. Wo unterschiedliche Nutzergruppen zusammenkommen, gibt es natürlich auch immer wieder einmal Spannungsfelder. Wir hören jetzt auch immer wieder von Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrenden, die wirklich flott unterwegs sind. Ich glaube, zuletzt hat auch ein Behindertenverband hinsichtlich Barrierefreiheit, gerade, was die Praterstraße betrifft, angemerkt, ob nicht auch da Evaluierungen be
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