Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 14 von 121
steher unterschiedlicher Parteien auch laufend Vorschläge ein, auch Bezirksvorsteher-StellvertreterInnen. Wir sind da immer sehr offen für Diskussionen, und wenn es konkrete Vorschläge gibt, bin ich auch persönlich mit den Bezirksvorstehern immer in Kontakt. Wir sind immer gern bereit, das aufzugreifen, es muss sich halt in Summe dann immer ausgehen. Unterm Strich ist der Betrag immer derselbe. Es ist nur die Frage, ob der Bezirk mehr oder weniger hat oder die Gemeinde, aber unterm Strich ist der Betrag derselbe. Den können wir gerade jetzt, auch im Zuge der Konsolidierungspfade, nicht gravierend ändern, aber die Kommunikation führt immer auch zur Verbesserung gemeinsamer Projekte.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank, Herr Bürgermeister.
Die 4. Anfrage ist somit beantwortet. (Beifall bei der SPÖ.)
Wir kommen nun zur 5. Anfrage (FSP-424053-2026-KSP/GM) betreffend Fortsetzung der Radwegoffensive, die von Herrn GR Trinko gestellt wird und an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke gerichtet ist. (Kürzlich wurde die Fortsetzung der Radwegoffensive für das Jahr 2026 vorgestellt. Wo setzen Sie dieses Jahr die Schwerpunkte und wie schließt dies an die bisherigen Jahre an?)
Sehr geehrte Frau Stadträtin, bitte um Beantwortung.
Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Einen schönen guten Morgen, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Gemeinderat!
Es geht in der Frage um die Radwegoffensive 2026, aber es ist natürlich eine gute Gelegenheit für einen kleinen Rückblick in die letzte Legislaturperiode. Sie wissen, wir haben mit 2021 unsere Bemühungen im Radwegeausbau massiv intensiviert. Wir haben damals gesagt, das ist jetzt der Start der Radwegoffensive für Wien, und ich glaube, jetzt fünf Jahre später, kann man das auch überall in der Stadt schon sehen. Wir haben in Wien ein sehr hohes Potenzial für den Radverkehr, das eben oft nur dadurch eingeschränkt wird, dass es keine sicheren Radwegangebote gibt. Mit "sicher" meine ich vor allem baulich getrennte Radwege oder Fahrradstraßen, also solche Strecken, wo man sich auch trauen würde, mit seinen Kindern zu fahren.
Die Leistungsbilanz bis zum Ende des Jahres 2025 ist wirklich sehr, sehr beachtlich. Wir sind ordentlich in die Pedale getreten bei der Planung und bei der Umsetzung. Wir haben knapp 250 Projekte umgesetzt -100 Kilometer im Hauptradwegenetz, noch ungefähr 50 Kilometer im Bezirksnetz - und haben insgesamt 190 Millionen EUR investiert. Wir haben uns für die Legislaturperiode vorgenommen gehabt, dass wir 100 Millionen EUR investieren. Und ich bin sehr stolz darauf, dass es mir gelungen ist, in guten finanziellen Zeiten doch deutlich mehr an Mitteln für den Ausbau des Radwegenetzes aufzustellen, als wir uns im Regierungsübereinkommen vorgenommen hatten.
Wir wissen, dass jetzt die finanziell magereren Zeiten sind, und ich bin froh, dass wir dort, wo wir die Möglichkeit hatten, auch wirklich viel umgesetzt haben. Ich muss mich wirklich auch bei den Abteilungen bedanken, denn die MA 28 hat manchmal wirklich schon geächzt, angesichts der Anzahl an Projekte, die sie in kürzester Zeit umgesetzt hat.
Sie haben das wirklich großartig gemacht. Natürlich haben da aber auch die Mobilitätsagentur, die MA 46 und alle, die daran beteiligt waren, wirklich gute Arbeit geleistet.
Wichtig war mir auch immer, dass wir nicht nur die Radinfrastruktur ausbauen, sondern dass es begleitend dazu immer eine Begrünung und Aufenthaltsplätze gibt. Ich glaube, das ist auch wichtig für die Akzeptanz, weil wir wissen: Vielleicht fährt nicht jeder mit dem Rad, aber jeder hat gerne neue Bäume, Gräserbeete, Wasserspiele, Nebelstelen oder Sitzmöglichkeiten vor der Tür.
Was sind jetzt einige der Projekte, die wir umgesetzt haben? - Keine Sorge, ich lese jetzt nicht alle 250 vor. Das würde sonst, glaube ich, ein bisschen zu lange dauern. Wichtig war natürlich die Schließung der Lücken beim Radhighway Nord: Praterstraße, Lassallestraße, Wagramer Straße. Also das ist, glaube ich, eine wirklich wichtige Achse. Wer da schon einmal gefahren ist, sieht, dass das nicht nur eine schnelle Verbindung, sondern auch eine schöne Verbindung ist.
Ebenso wichtig war der Ausbau des Radhighways Süd mit der Argentinierstraße und dem Lückenschluss im 10. Bezirk bei der Herndlgasse und der Wiedner Hauptstraße. Lange ist darüber geredet worden. Wir haben es umgesetzt. Ich bin auch wirklich sehr stolz darauf, weil das auch eine millimetergenaue Planungsarbeit war.
Auch die Achse Hütteldorfer Straße und Meiselstraße ist eine wichtige Radschnellverbindung. Auf die Alserbachstraße und die Fuchsthallergasse haben wir wirklich lange gewartet. Davor war das eine furchtbare Strecke zum Radfahren mit einem aufgemalten Radweg, der damals sicher super war, aber mittlerweile ehrlich gesagt sehr unangenehm ist.
Die Fahrradstraßen in der Pfeilgasse, in der Geblergasse und in der Seeböckgasse, die wir erst vor kurzem fertiggestellt haben, am Liesingbach, in der Donaustadtstraße und, und, und. Ich finde, da sind wirklich tolle Projekte dabei. Wir haben auch die wirklich unangenehmen Projekte angefasst, die Gordischen Knoten, über die Jahre oder geradezu Jahrzehnte diskutiert worden ist und bei denen man eigentlich nicht wirklich weitergekommen ist.
Ein weiteres Highlight für mich ist noch der Westbahnhof. Da bin ich selber oft gefahren. Ich glaube, man musste über acht Ampeln fahren und wirklich lange warten. Mit dieser Abkürzung durch den Radweg in Leichtbauweise haben wir wirklich eine massive Verbesserung für die Radfahrerinnen und Radfahrer erreicht. Ich glaube, auch das ist ein Abschnitt, auf den man wirklich Jahrzehnte gewartet hat.
Das Stichwort Leichtbauweise ist jetzt auch gleich eine gute Überleitung zum Jahr 2026, weil wir wissen: Wir haben diese finanziellen Mittel, die wir in der letzten Periode hatten, einfach nicht mehr zur Verfügung. Ich habe meine Abteilungen daher gebeten, kreativ zu sein,
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