Gemeinderat, 12. Sitzung vom 25.03.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 6 von 121
gen Betreibers, des Postsportvereines, agiert wird. Natürlich muss man auch sehen, dass es für den Postsportverein nicht einfach ist, Investitionen zu tätigen oder Handlungen zu setzen, wenn man nicht weiß, ob dieser Vertrag über das Jahr
2027 hinaus verlängert wird. Deshalb wollte ich fragen: Gibt es eine Vermittlungsaktion seitens der Stadt Wien oder Gespräche mit dem Postsportverein, um vielleicht eine gemeinsame Lösung zu finden oder zumindest einmal in Gespräche zwischen Postsportverein und der Österreichischen Post AG einzutreten?
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Frau Stadträtin, bitte.
Amtsf. StRin Barbara Novak, MA: Tatsächlich bin ich in den wenigen Tagen Vertretung von Peter Hacker nicht vertiefend in die Geschehnisse dieses Sportplatzes eingedrungen. Sollte das an irgendeiner Stelle durchgeklungen sein, ich habe keine Informationen darüber, ob die Post AG zufrieden oder nicht zufrieden ist oder ob sonstige jetzt von Ihnen angesprochene Unzufriedenheiten gegeben sind. Wenn es die gibt, werden Sie vielleicht mehr darüber wissen, als ich es jetzt hier von dieser Stelle weiß. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass hier auch zwei unterschiedliche Interessenslagen zusammentreffen, wenn große Investitionstätigkeiten auf einer Liegenschaft zu tätigen sind, dass einerseits der Liegenschaftseigentümer seine Interessen hat und andererseits natürlich auch der Betreiber.
Ich gehe aber davon aus, dass die zuständige Behörde, nachdem es erste Gespräche gegeben hat, hier sehr wohl sehr vermittelnd - der Kollege aus dem Büro Hacker nickt mir zu, ich bin also auf der richtigen Fährte - sehr intensive Gespräche führt, um genau das von Ihnen angesprochene Angebot auch gut zu erhalten; für die vielen Menschen, die dort einerseits wahrscheinlich ehrenamtlich tätig sein werden und andererseits die natürlich in der Anlage ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen, darunter sehr viele Kinder, aber darüber hinaus natürlich auch viele, viele weitere Wienerinnen und Wiener, die hier Bewegung finden. Und "Bewegung findet Stadt" war einmal ein sehr schönes Motto dieser Stadt. - Danke schön.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank.
Die 2. Zusatzfrage wird von der ÖVP, von Herrn GR Dr. Gorlitzer gestellt.
GR Dr. Michael Gorlitzer, MBA (ÖVP): Guten Morgen, Frau Stadträtin! Danke für die Ausführungen.
Sie haben ausgeführt, dass dieser Sportplatz weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich ist. Dieser Sportplatz wird vor allem auch von vielen Schülerinnen und Schülern von den umliegenden Schulen genutzt. Wird sichergestellt, dass der Sportunterricht weiter dort stattfinden kann oder wird versucht, einen adäquaten Sportplatz in der Nähe sicherzustellen?
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Frau Stadträtin, bitte.
Amtsf. StRin Barbara Novak, MA: Soweit ich die Ausführungen, die ich aus dem Ressort Hacker bekommen habe, verstanden habe, geht es einmal primär darum, diese größte zusammenhängende Sportanlage in Summe zu erhalten, auch in ihrem Charakter zu erhalten, den Breitensport und die Infrastruktur weiter zugänglich zu machen und die Nutzerinnen und Nutzer auch in Zukunft mitzunehmen. Das heißt, ich glaube, es ist noch ein langer Weg und hoffentlich werden wir nie zu dem Punkt kommen, den Sie jetzt angesprochen haben, nämlich mögliche Ersatzsportflächen für die Schülerinnen und Schüler zu finden. Ich glaube, primär geht es jetzt darum, diese Sportanlage für die NutzerInnen gut zu erhalten.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank.
Die 3. Zusatzfrage kommt von den GRÜNEN und wird von Herrn GR Löcker gestellt. - Bitte.
GR Theodor Felix Löcker (GRÜNE): Guten Morgen, Frau Stadträtin!
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass Sie in Vertretung da sind und deswegen vielleicht nicht alles beantworten können, aber falls Sie es doch wissen, würde ich mich natürlich freuen. Wissen Sie vielleicht, ob die versiegelten Plätze rund um diesen Sportplatz, die momentan als Parkplätze genutzt werden, in Zukunft als Wohnraum zur Verfügung stehen könnten?
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Frau Stadträtin, bitte.
Amtsf. StRin Barbara Novak, MA: Dazu habe ich tatsächlich gar keine Informationen, und ich kann daher auch leider nicht umfassend antworten. Bitte diese Frage dann noch einmal an Kollegen Hacker zu richten.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank.
Wir kommen zur 2. Anfrage (FSP-420995-2026-KSP/GM), die von Frau GRin Rezaei gestellt wurde und an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales gerichtet ist. Die Anfrage betrifft das Thema "European Affordable Housing Plan" der Europäischen Kommission und die Auswirkungen auf die Gemeinde Wien. (Am 10. März wurde im Europäischen Parlament der Initiativbericht zum leistbaren Wohnraum (Report on the housing crisis in the European Union with the aim of proposing solutions for decent, sustainable and affordable housing, 2025/2070 INI) abgestimmt. Der Affordable Housing Plan der Europäischen Kommission geht aber noch viel weiter - was ist vom Affordable Housing Plan der Europäischen Kommission zu erwarten und welche Auswirkungen hat das auf die Gemeinde Wien?)
Sehr geehrte Frau Stadträtin, ich darf Sie um Beantwortung ersuchen.
Amtsf. StRin Barbara Novak, MA: Vielen herzlichen Dank, Frau Gemeinderätin, für diese Frage.
Tatsächlich ist es so, dass in Sachen Social Housing und nachhaltiges, auch leistbares Wohnen in der Europäischen Union ein bisschen mehr Dynamik und Bewegung in die Materie gekommen ist, auch dank eines sehr engagierten, beherzten und intensiven Einsatzes unseres Bgm Michael Ludwig, der sich auch sehr stark dafür gemacht hat, dass es gerade für diesen Bereich Social Housing auch einen zuständigen Kommissar gibt und hier weitere Initiativen getätigt werden, um - durchaus auch da oder dort nach Wiener Vorbild - Pläne zu entwickeln und Initiativen auf europäischer Ebene zu setzen.
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