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Landtag, 31. Sitzung vom 29.11.2018, Wörtliches Protokoll  -  Seite 10 von 24

 

leisten unheimlich viel in ihren Projekten zur Gesundheitsförderung, zur Sportförderung, zur Bewegungsförderung. Das muss man trotz aller Kritik nicht nur anerkennen, sondern wirklich lobend hervorheben. Ohne diese Personen wäre das alles nicht möglich! (Beifall bei SPÖ und GRÜNEN.)

 

Es wäre angenehm, wenn wir, wie soll ich sagen, auf Grund dieser durchaus differenzierten Diskussion vielleicht zu Punkten kommen können, bei denen wir uns einig sind und von denen vielleicht auch in Wien dann auf der, jetzt sagen wir, strukturellen Ebene etwas weitergehen könnte.

 

Zu den Anträgen der ÖVP, da möchte ich nur einen hervorheben. Wir haben schon zur Krieau und zur Trabrennbahn im Oktober (Abg. Mag. Thomas Reindl: September!), September, gar nicht so lange her, dem Erhalt des Trabrennsports und des Trabrennvereins in der Krieau zugestimmt. Gleichzeitig muss aber auch klar sein, dass neben der denkmalgeschützten Anlage Krieau muss Sportart selbst durch Nachwuchs, durch Interesse, durch Menschen, die den Sport nicht nur ausüben wollen, sondern dem Sport auch zusehen möchten, für ihren Erhalt sorgen muss. Das heißt, aus meiner Sicht ist es sinnlos, einer Sportart, die so gut wie kein Interesse hervorruft, viele, viele, viele Fördergelder zu geben. Auch da gibt es logischerweise eine Kosten-Nutzen-Rechnung wie in jeder Sportart. Auch das muss in der Politik gesagt werden, dass Förderung dort sinnvoll ist, wo es eine gewisse Breite und ein gewisses Interesse trägt und hervorruft, und dort, wo es nicht ist, darf es sein, aber muss nicht mit kommunalen Fördergeldern auch noch gestützt werden. Das soweit zu diesem Antrag. Daher empfehle ich, diesem Antrag nicht zuzustimmen. Alles Weitere werden meine vielen Nachrednerinnen und Nachredner noch zur Sprache bringen. Ich danke für das sehr angenehme Gesprächsklima heute! Danke. (Beifall bei SPÖ und GRÜNEN.)

 

Präsidentin Veronika Matiasek: Als nächster Redner ist Herr Abg. Kops zum Wort gemeldet. Ich erteile es ihm.

 

9.49.54

Abg. Dietrich Kops (FPÖ)|: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ich möchte kurz auf den Kollegen Ornig eingehen, den ich ja bei diversen Sportdiskussionen schätzen gelernt habe. Nur, phasenweise heute in seiner Rede war er mir eigentlich peinlich, weil es war ein reines Andienen der rot-grünen Koalition für eine mögliche Dreier-Verlierer-Koalition bei der nächsten Wien-Wahl. Also da sollte man sich überlegen, für wen man Politik macht oder es sein lassen, weil man kann nicht ein Posting herausnehmen und das als repräsentativ für eine Problematik hernehmen. Das nur zum Kollegen Ornig von den NEOS.

 

Zur Kollegin Kickert. Es war ja interessant, dass Sie die Turnsäle angesprochen haben, dass das alles so toll ist und dass Sie jetzt die Turnsäle, die städtischen, für den Breitensport öffnen wollen. Nur leider Gottes, ich habe einen Antrag eingebracht, wo ich gefordert habe, dass die städtischen Turnsäle auch außerhalb der schulischen Öffnungszeiten geöffnet werden sollen - ist abgelehnt worden, brauchen wir nicht, geht nicht, ist alles viel zu kompliziert. Das nur zu den Turnsälen. Und dann hat mich der Kollege Seidl darauf aufmerksam gemacht, Ihre Wortmeldung bezüglich Trabrennsport. Trabrennsport ist nicht in der Krieau gesichert, sondern er ist in Wien gesichert, weil es steht noch immer nicht fest, dass der Trabrennsport dort bleiben soll, weil ja dort auch Immobilienhaie natürlich ihre Krallen ausstrecken. Das nur kurz zu den beiden Wortmeldungen meiner Vorredner.

 

Ich komm‘ jetzt zum eigentlichen Thema, das Stiefkind, der Sport. Ich werde mich jetzt aber kurz fassen, weil gerade als Landessportrat und als Sportsprecher der FPÖ-Wien beschäftige ich mich eigentlich schon seit Jahren mit dem Sport und nicht nur heute. Seit 2010, seitdem ich hier arbeiten und werken darf, ist der Sport mittlerweile in drei Ausschüssen. Da sieht man ja die Wertigkeit des Sportes. Zuerst war er beim Kollegen Oxonitsch, wo ja auch nicht wirklich viel weitergegangen ist. Von der Thematik wäre es sehr sinnvoll gewesen, Jugend und Sport, das gehört ja irgendwie zusammen. Dann ist der Sport zur Kultur gekommen, wo der Kollege Mailath-Pokorny halt überhaupt nichts mit dem Sport am Hut gehabt hat, hat sich teilweise medienwirksam halt mit Langlaufschiern abbilden lassen. Aber mit Sport hat er eigentlich nichts am Hut gehabt, hat er eigentlich auch immer betont. Jetzt ist der Sport bei der Gesundheit, das finde ich eigentlich sehr gut. Der Herr Stadtrat hat mit Sport auch nicht viel am Hut, wird man vielleicht sehen. Vielleicht wird er unsere Vorschläge annehmen und wird bezüglich Sport mehr unternehmen als seine Vorgänger.

 

Das Sportbudget, meine Damen und Herren, ist leider Gottes sehr unterdotiert und mit 40 Millionen wirklich sehr gering, beträgt also nur 0,3 Prozent des Gesamtbudgets der Sportstadt Wien. Es ist ja auch ein Punkt, die rot-grüne Stadtregierung propagiert das ja und man sieht‘s auch teilweise in Werbeeinschaltungen, die Sportstadt Wien. Nur genau das Gegenteil ist leider Gottes der Fall. Sie haben, meine Damen und Herren von Rot und Grün, natürlich in ihren Überlegungen bezüglich Sportbudget vergessen, dass Wien, ich muss sagen, leider Gottes, wächst und wächst. Es kommen immer mehr neue Bewohner nach Wien. Wir haben bald die Zwei-Millionen-Marke erreicht. Aber auf der anderen Seite haben Sie natürlich vergessen, dass die Leute, die zu uns kommen, auch Sport ausüben wollen und in der Hinsicht wird leider Gottes viel zu wenig gemacht. Ich will nicht sagen, es wird nichts gemacht. Es wird schon etwas gemacht, aber viel zu wenig im Vergleich zu dieser wachsenden Millionenstadt. Die Sportanlagen sind teilweise veraltet. Die Kantinen, die Nassräume sind in einem katastrophalen Zustand. Wenn man sich jetzt zum Beispiel, das weiß ich von meiner Sportart, die Sporthallen und die Eishallen anschaut. Kollege Berger wird es auch ausführlich berichten, der Eisring Süd ist für eine Millionenstadt eigentlich eine Zumutung. Und wenn man nicht bösartig sein will, ich möchte dort noch Eishockey spielen, könnte man den, glaube ich, von heute auf morgen auf Grund hygienischer Mängel zusperren.

 

Es ist nicht nur der Eisring Süd, es ist auch die Wiener Stadthalle, die eigentlich eine Frechheit für eine

 

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